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DIESSENHOFEN: Bald kommt die Abrissbirne

Der Kanton hat entschieden: Das Mittelstufengebäude in Diessenhofen darf abgebrochen werden. Das ist eine gute Nachricht für die Schulbehörde und eine weniger gute für den Stadtrat. Beide wollen das Kriegsbeil begraben.
Gudrun Enders
Dieses Schulgebäude steht in Diessenhofen neben der Primarschule. Es stammt aus dem Jahr 1959. (Bild: Andrea Stalder)

Dieses Schulgebäude steht in Diessenhofen neben der Primarschule. Es stammt aus dem Jahr 1959. (Bild: Andrea Stalder)

DIESSENHOFEN. Schulpräsident Jörg Sorg ist voller Tatendrang: «Endlich können wir uns wieder auf unsere Immobilienstrategie konzentrieren.» Denn zwei Jahre wartete die Behörde der Volksschulgemeinde auf einen Entscheid des Kantons. Ebenso der Diessenhofer Stadtrat. Der hatte das Schulhaus Zentrum – von der Denkmalpflege als wertvoll eingestuft – schützen wollen. Die Schulbehörde aber will das Gebäude durch einen Neubau ersetzen und reichte Rekurs ein. Misstöne wurden laut.

Nun hat die Volksschulgemeinde recht bekommen: «Das ist eine Genugtuung. Wir sind zufrieden», sagt Sorg. Bis heute ist die Oberstufe in Diessenhofen an zwei Orten untergebracht – im Letten und im Mittelstufengebäude neben der Primarschule. Die Schulbehörde will nun die Oberstufe im Letten zentralisieren: «So bald als möglich reissen wir die alte Lettenhalle ab», sagt Sorg. An der Stelle soll ein Neubau Werkräume, Schulküche und vor allem die Oberstufen-Kleinklasse beherbergen. Der Planungskredit ist längst gesprochen. Über den Baukredit solle die Schulgemeinde frühestens Ende 2017 abstimmen.

Oberstufe an einem Ort

Sind die Oberstufen-Aussenposten ins Lettenareal gezügelt, kann das alte Mittelstufengebäude abgerissen werden. An dieser Stelle sollen Räume für die benachbarte Primarschule entstehen. Denn die Schülerzahlen werden steigen. «Wir werden sogar eine Zwischenlösung für die Primarschule brauchen», sagt Sorg. Ihn freut, dass die Immobilienstrategie im Entscheid vom Thurgauer Departement für Bau und Umwelt als vernünftig und nachvollziehbar dargestellt werde. Trotz allem: «Wir schliessen mit der Vergangenheit ab.»

Stadtrat akzeptiert Entscheid

Denkmalschutz wird im historischen Diessenhofen grossgeschrieben. Deshalb wollte der Stadtrat das Schulhaus schützen. «Das war uns ein Anliegen», sagt Stadtpräsident Walter Sommer. Der Stadtrat habe sich nebst dem Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder von nationaler Bedeutung, einem Band der Thurgauer Kunstdenkmäler, dem Gutachten der Ibid Altbau AG auch auf den Fachbericht des Amts für Denkmalpflege gestützt. Das Gebäude wurde vom Diessenhofer Architekten Peter Bachmann geplant und 1959 fertiggestellt. Während die Stadt etwa die elegante Fassade sah, schaute die Schule auf die hohen Sanierungskosten, weil Raumaufteilung und Dämmung sehr zu wünschen übriglassen. Diese Argumente fielen beim Kanton nun stärker ins Gewicht. Der Stadtrat könne das nachvollziehen, sagt Sommer: «Wir werden keine Beschwerde führen.»

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