Die zweite Tagesschule

Die Primarschule Frauenfeld hat in Huben die zweite Tagesschule eröffnet. Wie im Oberwiesen-Schulhaus werden die Kinder unterschiedlich betreut.

Evi Biedermann
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In der Tagesschule Huben gibt es Gnocchi an Tomatensauce, dazu Salat und Gemüsestengeli. (Bild: Donato Caspari)

In der Tagesschule Huben gibt es Gnocchi an Tomatensauce, dazu Salat und Gemüsestengeli. (Bild: Donato Caspari)

FRAUENFELD. 32 Kinder besuchen seit den Sommerferien regelmässig die neue Tagesschule (TAF) in der frisch erweiterten Schulanlage Huben. In den lichtdurchfluteten, 230 Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten können sie verweilen, Zmittag essen, spielen und ihre Schulaufgaben erledigen. Je nach Modul oder Modulen, für die sich die Eltern entschieden haben, werden sie dort vor oder nach dem regulären Schulunterricht von insgesamt vier pädagogisch geschulten Frauen betreut. Die Eltern bezahlen dafür Beiträge, die von ihrem Einkommen und den Vermögensverhältnissen abhängig sind.

Ideale Verhältnisse

Nach der Schulanlage Oberwiesen, wo zurzeit 60 Kinder das TAF-Angebot nutzen, ist Huben der zweite Standort in Frauenfeld. «Die Verhältnisse hier sind ideal», sagte Schulleiter Michel Hartmann auf dem gestrigen Rundgang. Die ebenerdigen Räume erlaubten einen unkomplizierten Zugang zu den Räumlichkeiten und der Blick durch die grossflächigen Fenster erfasse die Natur. «Das beeinflusst die Atmosphäre positiv.» Erfreut äusserte sich auch Schulpräsident Andreas Wirth. Dass die Nachfrage bestehe, habe man seit längerem gewusst. «Und nun wird es auch gut genutzt.»

Gestern waren nur wenige Kinder am Mittagstisch. «Wären Sie am Vortag gekommen, hätten Sie 22 Kinder gesehen», sagte Rosmarie Frei lachend. Der Montag sei der am besten belegte Tag. «Das kann aber immer wieder ändern», sagte die TAF-Leiterin.

Serviert wurden mit Käse überbackene Gnocchi an Tomatensauce, dazu gab es Salat und rohe Gemüsestengeli. Die Speisen werden von der Zürcher Firma Menu and More AG vorgekocht und fixfertig dreimal pro Woche gekühlt angeliefert. Sie müssen hier nur noch erwärmt werden.

Menus aus Zürich

Man habe auch einheimischen Anbieter geprüft, erklärte Andreas Wirth. «Das Zürcher Angebot hat uns jedoch am meisten überzeugt.» Die Firma sei spezialisiert auf Kindermenus und könne mehrere Zertifizierungen vorweisen. «Uns ist wichtig, dass die Kinder gesunde und schmackhafte Kost erhalten», betonte Wirth.

Finanziert wird das TAF-Angebot durch Beiträge der Eltern, der Stadt und der Primarschulgemeinde. Der Bund leistet während der ersten drei Betriebsjahre Anschubfinanzierung.