Die «Visitenkarten der Schule» feiern

Seit 60 Jahren gibt es den Fachverband Thurgauer Hauswarte. Zum Jubiläum würdigten verschiedene Politiker die Ausübenden dieser anspruchsvollen Tätigkeit.

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Der Präsident der Thurgauer Hauswarte, Peter Reist. (Bild: Christof Lampart)

Der Präsident der Thurgauer Hauswarte, Peter Reist. (Bild: Christof Lampart)

Mit einer prächtigen Gala feierte der Fachverband Thurgauer Hauswarte am Samstagabend im Casino Frauenfeld sein 60-Jahr-Jubiläum. Nebst zahlreichen anderen Kantonalverbänden sowie Vertretern aus Behörden und Politik überbrachte auch Regierungsrätin Monika Knill eine Grussbotschaft. Die Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur erklärte, dass es ohne kompetente Hauswarte – egal, ob in den öffentlichen oder privaten Gebäuden – es damals nicht ging und heute erst recht nicht geht.

«Ihr Berufsfeld ist doch um ein Mehrfaches komplexer geworden.» Heute müsse ein Hauswart nicht einfach die Schule sauber halten, sondern sei auch im Umgang mit den Schülern vermehrt als Erzieher und Ratgeber gefragt. Darüber hinaus sei es ein wesentliches Merkmal, dass sich ein Hauswart auf die Bedürfnisse der unterschiedlichsten Gruppen einstellen müsse – was den Beruf von vielen anderen unterscheide. «Ein Lehrer muss Kinder mögen, ein Wirt seine Gäste, eine Pflegefachfrau ihre Patienten und ein Hauswart seine Kunden – also Schüler, Vereine und sonstige Gäste. Das ist der kleine, aber feine Unterschied und zeichnet Sie und Ihre Mitarbeitenden im Berufsfeld der Hauswarte besonders aus», führte Knill aus.

Frauenfelds Stadtpräsident Anders Stokholm fand einen saloppen Vergleich. Hauswarte seien wie die «eierlegende Wollmilchsau», nämlich «für alles zuständig, wenn etwas nicht funktioniert». Frauenfelds Schulpräsident Andreas Wirth wusste als ehemaliger Lehrer aus eigener Anschauung, was Hauswarte leisten. «Ihr habt einen sehr anspruchsvollen Job. Ihr müsst nicht nur für den Unterhalt sorgen, die Anlage putzen und energetisch Bescheid wissen, sondern Ihr müsst vor allem auch sehr gut mit den Menschen umgehen können. Ihr seid die Visitenkarten einer Schule.»

Eine beeindruckende «Visitenkarte» war auch der Gala-Abend an sich, der von einem abwechslungsreichen Programm aus Theatersketchen (Strupler & Stäheli), Unterhaltungsmusik (Combox) und Turnen/Akrobatik (Seppä) umrahmt wurde. (art)