Die Varroamilbe (Varroa destructor)

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Die gefährlichen Milben sind aus dem asiatischen Raum eingeschleppt worden und wurden im Jahr 1984 erstmals in der Schweiz nachgewiesen. Die spinnenartigen Tiere verbreiteten sich in der Folge im ganzen Land. Sie sind mittlerweile eine der grössten Plagen für die Imker und hauptverantwortlich für die Verluste von Völkern im Winter. In den letzten Jahren waren es landesweit im Schnitt jeweils zwischen 9 und 23 Prozent, die verloren gingen. Wobei es grosse regionale Unterschied gibt. Die erwachsene Milbe durchsticht den Panzer der Biene und ernährt sich von deren Blut, was das Insekt schwächt. Gleichzeitig überträgt die Varroa auf diesem Weg meist diverse Krankheitserreger. Der Parasit entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Das Bekämpfungskonzept des Zentrums für Bienenforschung Agroscope sieht die periodische Reduktion der Drohnenbrut (männlicher Nachwuchs) im Frühjahr und eine zweimalige Behandlung der Völker vor: Im Sommer mit Ameisensäure oder einem ätherischen Öl und im Herbst/Winter mit Oxalsäure. (mso)