Die Tonnen sind bestellt

ESCHLIKON. Was vor anderthalb Jahren mit einer Petition begann, wird am 9. März eingeführt: Eschlikon erhält eine Grünabfuhr. Sorgen bereitet einzig – einmal mehr – der Verkehr.

Christoph Heer
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Kompogas-Vertreter Michael Schoch referiert über die Einführung der Eschliker Grünabfuhr. (Bilder: Christoph Heer)

Kompogas-Vertreter Michael Schoch referiert über die Einführung der Eschliker Grünabfuhr. (Bilder: Christoph Heer)

Die Gemeinde hatte längst auf allen Kanälen informiert. Trotzdem kamen über vierzig Personen an den Infoabend. Die Einführung einer Grünabfuhr in Eschlikon am 9. März stösst offensichtlich auf grosses Interesse. Nicht alle Besucher waren indes am Montagabend vom neuen Angebot überzeugt, sie hielten sich jedoch bedeckt mit ihren Aussagen. Sorgen bereitet vor allem – wie so oft in Eschlikon – der Verkehr.

«Wenn Berufstätige jeweils mittwochs ihre grossen grünen Tonnen bereitstellen, sorgt das wahrscheinlich für logistische Probleme in unserer Strasse», prophezeite ein Anwohner des Haldenwegs. «Denn, wenn die Tonnen am Morgen an die Strasse gestellt und dann erst am Abend wieder reingeholt werden, stehen sie vielen Automobilisten und anderen Verkehrsteilnehmern im Weg.»

Rückmeldungen gefragt

Diese kritische Einschätzung nahm der zuständige Gemeinderat Bernhard Braun entgegen. Die Behörde wolle aber das Projekt zuerst starten und dann schnellstmöglich gewisse Gefahrenherde evaluieren und beseitigen. «Wir sind auf unsere Einwohner angewiesen», sagte Braun. «So hoffen wir, dass schnell erste Feedbacks eintreffen und dann – wenn nötig – die notwendigen Schritte zur allgemeinen Verbesserung eingeleitet werden können.»

Er appellierte am Montagabend zudem an die vierzig Besucher, dass sich grössere Überbauungen zusammentun und so die besten Ressourcen nützen sollen. «Die Bewohner von Wohnblöcken sollten sich absprechen und mit der zuständigen Verwaltung genau abklären, wie bei ihnen die Grünabfuhr am besten geregelt werden könnte. Auch sonst hoffen wir darauf, dass sich ganze Strassen, wo immer möglich, zusammentun und so unserem Projekt zu grösstmöglichen Überlebenschancen verhelfen.» Bereits wurden weit über hundert Grüntonnen bestellt, berichtete Braun weiter, am Infoabend selbst unterschrieben einige weitere Besucher das Bestellformular, um so noch Gebrauch vom Spezialangebot zu machen (siehe Box).

Sammelstelle bleibt

Im Herbst 2014 startete die Grüne Partei Eschlikon mit der Unterschriftensammlung für die Petition «Einführung der Grünabfuhr». Wenige Monate später – im Januar 2015 – konnten 424 Unterschriften (300 waren nötig) eingereicht werden. An der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember genehmigten dann die Stimmberechtigten mit nur gerade 14 Gegenstimmen die zweiwöchentlich stattfindende Grünabfuhr mit jährlichen Kosten von 45 000 Franken. In der ZAB Bazenheid und der Axpo Kompogas AG fand man, nachdem man auch lokale Entsorger angefragt hatte, geeignete Partner.

Für diejenigen, die sich nicht oder noch nicht mit der Eschliker Grünabfuhr anfreunden können, steht indes weiterhin die Sammelstelle Rietwies zur Verfügung.

Bernhard Braun Gemeinderat Eschlikon Ressort Umwelt und öV (Bild: Picasa)

Bernhard Braun Gemeinderat Eschlikon Ressort Umwelt und öV (Bild: Picasa)

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