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Die Thurgauer Literatur sichern

Die Kantonsbibliothek hat die Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre festgelegt: Sie will Ort des Wissens, aber auch der Begegnung sein.
Sebastian Keller
Die Kantonsbibliothek Thurgau in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Die Kantonsbibliothek Thurgau in Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Die thurgauische Literatur sammeln und verfügbar machen – das ist ein Eckpfeiler des Konzeptes der Kantonsbibliothek Thurgau. Dieses gilt für die nächsten fünf Jahre und ist vom Regierungsrat abgesegnet worden, wie die Staatskanzlei gestern mitteilte. Für Kantonsbibliothekar Bernhard Bertelmann ist das Konzept wichtig: «Es definiert, wofür die Kantonsbibliothek steht, nach innen und aussen.» Das bedeute etwa, dass die Kunden wissen, was sie von der Kantonsbibliothek erwarten dürfen. Für die Mitarbeiter definiert das Konzept die Leitlinien ihrer Arbeit. Es stellt aber nicht alles auf den Kopf. «Vielmehr schreibt es die über 200jährige Geschichte der Bibliothek fort», sagt Bertelmann. Und positioniert sie für die Zukunft – etwa im Bereich der digitalen Medien.

Bestände erschliessen

Das Konzept bringt Arbeit für die Mitarbeiter: «Wir haben Bestände, die noch nicht elektronisch erfasst sind», sagt Bertelmann – Literatur beispielsweise über den Ersten Weltkrieg. «Heute findet man einzelne Werke über den Zettelkatalog, noch nicht aber online.»

Das Konzept hält auch fest, was das Herzstück der Kantonsbibliothek ist: die historischen Schriften, die bis ins Mittelalter zurückreichen und die Sammlung von Regionalliteratur (Thurgoviana). Diese sollen nach bibliothekarischen Standards erschlossen und für spätere Generationen aufbewahrt werden. Durch gezielte Aktivitäten – Vorträge etwa – sollen sie auch bekanntgemacht werden. Das ist einer von vier Schwerpunkten des Konzeptes.

Der Kantonsbibliothekar sagt, das Konzept habe keine Auswirkungen auf den Personalbestand. Auch grosse Anschaffungen seien in den nächsten fünf Jahren nicht geplant. Zusätzliche Mittel würden über den normalen Budgetprozess beantragt.

Ein sozialer Ort

Die Kantonsbibliothek im Herzen Frauenfelds will auch ein Begegnungsort für alle Bevölkerungsgruppen sein. Bertelmann: «Die Bibliothek ist ein sozialer Ort, an dem man auch lernen kann.» Studenten warten morgens vor dem Eingang, bis die Türen öffnen. Die Bibliothek soll alle Altersgruppen ansprechen: Mit dem Projekt Buchstart beispielsweise sollen Kinder im Alter von sechs Monaten bis drei Jahren ans Buch herangeführt werden. Nächster Termin dafür ist der 20. Februar.

Forschung unterstützen

Auch Wissenschaft und Forschung sollen von der Kantonsbibliothek profitieren können – so lautet der dritte Schwerpunkt. Denn: Die Bibliothek verfügt über eine breite Sammlung an Grundlagenliteratur. Hierfür pflegen die Mitarbeiter der Bibliothek auch das Netzwerk mit anderen Institutionen. Der vierte Schwerpunkt beschreibt, dass sich die Bibliothek als Teil der Wissensgesellschaft versteht: Sie betreibt Leseförderung und unterstützt Kunden bei Informationssuche.

Mehr Ausleihen

Die Kantonsbibliothek zählt aktuell gegen 300 000 Medien – Bücher, aber auch DVDs und CDs. «Die Ausleihen entwickeln sich erfreulich», sagt Bertelmann. Im 2013 haben die Besucher 206 000 Medien physisch und 13 000 elektronisch ausgeliehen. Die elektronischen Medien seien immer beliebter.

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