Die Sprache bildet eine Grundlage für Integration

Am diesjährigen kantonalen Füchtlingstag waren sich die Teilnehmer einig, dass die Sprache eine wesentliche Grundlage ist, damit Ausländer eine Arbeit finden.

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KREUZLINGEN. Die beiden Podien am kantonalen Flüchtlingstag im Kreuzlinger Ulrichhaus waren sich einig, dass die Sprache eine wesentliche Grundlage, wenn nicht sogar eine Voraussetzung dafür ist, dass Ausländer eine Arbeit finden. Aber die Podien zeigten auch auf, dass es nicht genügt, die Landessprache zu sprechen. Viele andere Hindernisse stellen sich Arbeitssuchenden in den Weg. Diese Hindernisse können nur in der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, zwischen Behörden, Hilfsorganisationen und Gewerkschaften überwunden werden.

Zusammenarbeit notwendig

Dass die Notwendigkeit der Zusammenarbeit besteht, kann auch in offiziellen Schriften des Bundes nachgelesen werden. So heisst es im Vorwort zur Information des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco über den Zugang der vorläufig Aufgenommenen zum schweizerischen Arbeitsmarkt: «Bund, Kantone und Gemeinden haben explizit den gesetzlichen Auftrag, die berufliche und soziale Integration von vorläufig aufgenommenen Personen zu fördern und zu fordern.»

Viel Potenzial liegt brach

An der Veranstaltung wurde besonders deutlich, dass der Beitrag von Flüchtlingen, von Fremden in der Schweiz zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben der Schweiz enorm ist und viel Potenzial brachliegt, wenn die Zusammenarbeit nicht gelingt. Ganz konkrete Beispiele von kreativen Beiträgen von Flüchtlingen konnten vom dankbaren Publikum erfahren werden mit dem Film des irakischen Regisseurs Mano Khalil, mit der Lesung des irakischen Autors Usama Al Shahmani und mit dem reichhaltigen Buffet der Familie Thaya aus Sri Lanka.

Den diesjährigen kantonalen Flüchtlingstag organisiert haben «Fremde & Wir» mit der Unterstützung durch die Stadt Kreuzlingen sowie die Katholische und die Evangelische Kirchgemeinde, Agathu, die Arbeitsgemeinschaft für Migration (AGK) und der Ausländerbeirat (ABR). (red.)