Die Solidarität der Menschen macht uns Mut

Es werde noch dauern, bis die Gemeinde zum Normalzustand zurückkehre. Das sagt Walter Schönholzer, Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg. Herr Schönholzer, wie ist der Stand der Dinge in Kradolf-Schönenberg?

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Es werde noch dauern, bis die Gemeinde zum Normalzustand zurückkehre. Das sagt Walter Schönholzer, Gemeindepräsident von Kradolf-Schönenberg.

Herr Schönholzer, wie ist der Stand der Dinge in Kradolf-Schönenberg?

Die Aufräumarbeiten gehen weiter. Keller und Tiefgaragen sind leer. Jetzt muss noch der Schlamm beseitigt werden.

Dann zieht bald Normalität ein?

Davon sind wir noch weit entfernt. Das wird Tage dauern.

Was steht in nächster Zeit an?

Wir stellen Mulden zur Verfügung, damit die Menschen ihre Sachen aus den Kellern entsorgen können. Die Geologen beurteilen die Hangrutsche.

Wann sind die Strassen wieder frei?

Die Strasse von Schönenberg nach Neukirch wird länger gesperrt bleiben. Der Hang ist hier noch nicht oder erst zum kleinen Teil gerutscht. Das müssen wir beobachten. Die Strasse nach Schweizersholz könnte ab Donnerstag oder Freitag wieder offen sein.

Was hat Sie in den letzten Tagen am meisten überrascht?

Die unglaubliche Solidarität. Wie Zivilschützer, Feuerwehr und Private zusammengearbeitet haben, das macht Mut.

Können Sie schon etwas zur

Schadenssumme sagen?

Dafür ist es noch zu früh. Wir müssen zuerst die Infrastruktur in Ordnung bringen. Aber es sind sicher Millionenschäden.

Lässt sich so etwas verhindern?

Ein so gewaltiger Regen lässt sich nicht verhindern. Wir werden uns aber alle Mühe geben, damit eine solche Zerstörung nicht wieder vorkommt.

Gibt es konkrete Pläne?

Für die Renaturierung des

Bitzibachs sind die Arbeiten schon vergeben. Doch der Regen kam uns zuvor.

Kommen Sie zum Schlafen?

In der Nacht auf Dienstag habe ich einige Stunden geschlafen. Von Sonntag auf Montag haben wir fast durchgearbeitet. Eine Ausnahmesituation. Da funktioniert der Körper einfach. (san)