Die Schulzeugnisse bleiben Sache der Kantone

FRAUENFELD. Wie die Zeugnisse in Zukunft aussehen, regelt der Lehrplan 21 nicht. Das hält der Regierungsrat in der Antwort auf eine Einfache Anfrage der SVP-Kantonsräte Urs Schrepfer (Busswil) und Andreas Wirth (Frauenfeld) fest.

Christof Widmer
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FRAUENFELD. Wie die Zeugnisse in Zukunft aussehen, regelt der Lehrplan 21 nicht. Das hält der Regierungsrat in der Antwort auf eine Einfache Anfrage der SVP-Kantonsräte Urs Schrepfer (Busswil) und Andreas Wirth (Frauenfeld) fest. Sie nehmen das Ziel des Lehrplanes, gleiche Eckwerte für die Deutschschweizer Schulen, beim Wort: Diese Harmonisierung müsste sich eigentlich auch in den Zeugnissen zeigen, schreiben sie in ihrer Anfrage.

Eine Umfrage in den Kantonen Aargau, beiden Appenzell, Schaffhausen, St. Gallen und Zürich habe ergeben, dass in diesen Kantonen weiterhin Notenzeugnisse vorgesehen sind, schreibt der Regierungsrat. Das sehe auch der Thurgau so vor, bekräftigt er. Ausserrhoden, St. Gallen und Zürich planen zudem Anpassungen formaler Art an den Zeugnissen – etwa zu den berücksichtigten Fachbereichen oder zur Notenskala. Geprüft werden laut Regierung in diesen Kantonen auch neue Darstellungsformen mit Kompetenzbereichen. Der Lehrplan 21 setzt bekanntlich auf Kompetenzen – also nicht nur auf Wissen, sondern auf dessen Anwendung. Kooperationen unter den Kantonen zur Darstellung dieser Kompetenzen seien nicht ausgeschlossen, schreibt die Regierung.

Die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler werden über das Lösen von Aufgaben sichtbar gemacht, erklärt die Regierung weiter. «Es ist geplant, das bisherige Zeugnistool so zu erweitern, dass die Ergebnisse weiterer Beurteilungsmöglichkeiten eingetragen werden können», heisst es in der Antwort. Den Lehrern entstehe dadurch kein Mehraufwand.