Die Rose bleibt die Königin

An den Tagen der offenen Gärten luden Hobbygärtner in ihre grünen Oasen ein. Die Besucher konnten nicht nur bewundern und staunen, sondern auch ein paar Tips mit nach Hause nehmen.

Trudi Krieg
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Rosen dominieren den Garten von Françoise und Albert Jucker. (Bild: Trudi Krieg)

Rosen dominieren den Garten von Françoise und Albert Jucker. (Bild: Trudi Krieg)

UTTWIL. In die schönste Blütezeit der Rosen fielen dieses Jahr die Tage der offenen Gärten. Bei diesen luden auch im Thurgau viele Hobbygärtner in ihre Gärten ein zum Verweilen, Bestaunen und Erfahrungsaustausch. Die Tage werden unter dem Patronat der fünf Gartenbauvereine organisiert: Bioterra, Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde, Gesellschaft Schweizerischer Staudenfreunde, ProSpecieRara und Verband der Deutschschweizer Gartenbauvereine.

Verspielt beim Bauernhaus

Eine Wolke von Rosenduft hiess die Besucher im Daheim von Françoise und Albert Jucker in Uttwil willkommen. Die Blumen rankten sich über Zäune hinauf zum alten Mirabellenbaum. «115 historische biologische Rosensorten sind es inzwischen, denn seit unserer Pensionierung widmen wir uns noch intensiver dem Garten», sagte Françoise Jucker beim Lustwandeln in dem romantischen Garten hinter dem alten Bauernhaus. Harmonisch fügt sich der moderne Wintergarten an die alte Fassade. Wege, Teiche, Kräuterspirale, Sitzplätze und Gemüsebeete – alles fügt sich zu einem Ganzen, in dem die Königin der Blumen, die Rose, dominiert. Die Besucher konnten aber nicht nur staunen, sondern auch ein paar Tips mitnehmen. Dass Rosen nämlich nur mit tüchtigem Spritzen gesund bleiben, ist zumindest in Juckers Garten eine Mär: «Ein guter Boden ist das Wichtigste. Kompostgaben, Hornspäne und Dünger beugen aber Krankheiten vor.»

Gradlinig im Englischen Garten

Ganz anders ist der Charakter des Gartens von Mark und Regula Kamber: ein Englischer Garten mitten in Amriswil. Die Vision dazu hatte Mark Kamber vor Jahrzehnten in England. Beim Hausbau legte er den Garten in den Grundrissen an: Teich, Moorbeet, Cottage Garden, Liegewiese und Sitzplatz. Stundenlang könnte man durch den 1200 Quadratmeter grossen Garten schweifen und immer wieder Neues entdecken: Etagenprimeln am Weiher, Lilien und Rhododendren, die in ihrer vollen Farbenpracht blühen. Die Steinfiguren Flora, Mac Donald und Heather wachen an den Rändern des Moorbeetes. Die duftenden Rosen, die an Klettergerüsten die Hauswände erobern, sind ein besonderer Blickfang.