Die Reformation erschüttert den Thurgau

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Führung Um 1500 hat in Europa ein neues Zeitalter begonnen. Die Entdeckung neuer Kontinente, der humanistische Zeitgeist und die Erfindung des Buchdrucks veränderten das Weltbild der Menschen grundlegend. Ausgehend von Luthers Thesen ­verbreitete sich ab 1517 die Kritik an der Kirche in ganz Europa. Auch im Thurgau fielen die Forderungen nach einer Erneuerung des Glaubens auf fruchtbaren Boden. Die Historikerin Carmen Aliesch gewährt an einer öffentlichen Führung im Schloss Frauenfeld am nächsten Samstag, um 15 Uhr, einen fundierten Einblick in dieses einschnei­dende Kapitel der Thurgauer Geschichte. Auf dem Rundgang erläutert sie den steinigen und gewaltgeladenen Weg zur Re­formation. Denn wie das Hi­sto­rische Museum mitteilt, be­gehrten im Kanton Bauern auf, Klöster wurden geplündert und wertvolle Kirchenschätze verbrannt. Zudem verdeutlicht die Historikerin den Kontrast zwischen dem katholischen und dem evangelischen Glauben, der sich in den Ausstellungs­objekten des Historischen Museums Thurgau zeigt. Der Eintritt zur Führung ist frei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. (red)