Die Quitte und ihre Krankheit

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Das Ursprungsgebiet der Quitte (Cydonia oblonga) wird in Babylonien, also dem Gebiet zwischen Bagdad und dem Persischen Golf, vermutet. Dort sollen bereits vor 4000 Jahren Quitten kultiviert worden sein. Später fand man die Frucht auf der griechischen Insel Kos, ab dem 9. Jahrhundert wurden die Bäume in Mitteleuropa gepflanzt. Der Feuerbrand, der auch die Quitten befiel, tauchte 1989 zum ersten Mal im Thurgau auf. Wenn ein Baum befallen ist, werden Feuerbrandbakterien in riesigen Mengen in Form von Schleimtropfen ausgeschieden. Blütenbesuchende Insekten sowie Wind, Regen und Vögel übertragen die Bakterien von Blüte zu Blüte und somit von einem Baum zum anderen. Bei einem Befall verfärben sich die Blätter kurz nach der Infektion dunkelbraun bis schwarz. Das Pflanzenschutzmittel Streptomycin darf seit 2016 nicht mehr gegen Feuerbrand verwendet werden. (don)