Die Queen nahm am Pfingstlager teil

Mitten im Thurgau ragt die zehn Meter hohe aus Zeltblachen gebaute «Westminster Abbey» über dem Zeltplatz. Und im grossen Gemeinschaftszelt, dem «Buckingham Palace», werden mit der eigenen Hausband Lieder gesungen.

Manuela Olgiati
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Der «Buckingham Palace» mit Blick auf den «Big Ben». (Bild: Manuela Olgiati)

Der «Buckingham Palace» mit Blick auf den «Big Ben». (Bild: Manuela Olgiati)

Mitten im Thurgau ragt die zehn Meter hohe aus Zeltblachen gebaute «Westminster Abbey» über dem Zeltplatz. Und im grossen Gemeinschaftszelt, dem «Buckingham Palace», werden mit der eigenen Hausband Lieder gesungen.

Das Pfingstlager (Pfila) der Thurgauer Jungscharen ist beliebt. Am Sonntag wimmelt es hier von Erwachsenen und Kindern. Auf dem Lagerplatz bei Frauenfeld verbringen 150 Kinder drei abwechslungsreiche Tage zum Thema «United Kingdom». Vermittelt werden an diesem Abenteuer englische. schottische und nordirische Werte über Religionen, Helden und Kulinarik.

Die Queen auf der Pfila-Reise

«Die Jungscharen im Thurgau vermitteln religiöse Werte. Sie führen im Gebet Gespräche mit Gott. Daneben steht im Lager Spiel und Spass auf dem Programm», sagt Regionalleiter Pascal Frei. Schon zu Beginn des Lagers haben die Jugendlichen über das Reich Gottes nachgedacht. Die Verbindung stellten die Jungscharen mit dem Königreich von England her.

Abenteuer mit Geländespielen

Der Fuchs soll die Hühner gestohlen haben und darum verpasste die Queen von England ihr Frühstücksei, erklärte Doris Rüedi vom Leiterteam den Eltern ein Spiel.

Bei einem Rundgang durch das Gelände ist zu erfahren, dass die Engländer und die Schotten trotz Regenwetter einen speziellen Humor haben und viel Tee trinken. Am Sonntag führte die vermeintliche Queen gleich selber die Siegerehrung durch.

Ohne Wettersorgen bei trockenen Temperaturen ging es anschliessend auf der grossen Wiese an den «Highland Games» hoch zu und her. Klar, dass dies für schottische Clans Ruhm und Ehre bedeutet. An diesen sportlichen Wettkämpfen massen sich die jungen Sportskanonen im Baumstammwerfen, Seilziehen oder auch Bogenschiessen. Als Schiedsrichter amteten rund 70 Leiter in ihren Schottenröcken.

Ein friedliches Nebeneinander

Die acht evangelischen Jungscharen von Aadorf, Bichelsee-Balterswil, Müllheim-Felben, Frauenfeld, Klingenberg, Sirnach, Steckborn und Weingarten hatten für ihr gemeinsames Pfila eine beachtliche Zeltstadt aufgeschlagen. Es zeigte sich ein farbiges Bild mit 40 Schlaf- und Gemeinschaftszelten bei freundschaftlichem Nebeneinander.

Kochen auf offenem Feuer

Mit Jungschar verbinden zahlreiche Besucher Erinnerungen. Einst selber ein kleiner Abenteurer im Pfila, trifft man alte Freunde wieder. Das Lagerleben begann für die Teenies zwischen neun und vierzehn Jahren bereits am Samstag. In Waldküchen wurde auf offenem Feuer mit der eigenen Küchenmannschaft gekocht.

Das Feuer unter dem konstruierten Grill auf Rollen der grössten Jungschar Sirnach ist ein Dauerbrenner. Dave Suter und sein Team kochten für zwei Jungscharen, nämlich für rund 80 Personen Essen. Auch sonst war logistisch einiges zu bewältigen. Seit Freitag waren der Lagerplatz der Jungschar Region 23 und die Zelte aufgebaut worden. Tanks mit je 1000 Litern Wasser, Toiletten und Waschanlagen, ein Sanitätszelt und ein Notstromaggregat wurden bereitgestellt. Ein eingespieltes Leiterteam sorgte für den reibungslosen Ablauf.