Die Provisorien verschwinden

AADORF. Die beiden Löhracker-Turnhallen werden in Aadorf bald von einem Neubau abgelöst. Ob und wie die alten Hallen umgenutzt werden, entscheiden die Stimmbürger voraussichtlich im Juni.

Kurt Lichtensteiger
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Die alte Doppelturnhalle soll mittels zweier zusätzlicher Böden viergeschossig werden. (Bild: pd/büchelgubler)

Die alte Doppelturnhalle soll mittels zweier zusätzlicher Böden viergeschossig werden. (Bild: pd/büchelgubler)

Wenn alles rund läuft, weiht die Gemeinde Aadorf im Herbst ihre neue Dreifachsporthalle ein. Danach braucht die Schulgemeinde die alte Doppelturnhalle im Löhracker nicht mehr für ihren Sportunterricht – Platzbedarf hat sie aber sehr wohl. «Vor allem zwei Provisorien liegen mir auf dem Magen», sagt Liegenschaftenverwalterin Cornelia Brändli. «Die Werkschule und ein Klassenzimmer sind in einem alten Pavillon untergebracht, der Mittagsaufenthalt der Sekschüler gar in einem Baucontainer.»

Zwei Zwischenböden

Die Idee, in die alten Turnhallen Böden einzuziehen und so zusätzliche Etagen zu gewinnen, geisterte schon vor der Abstimmung über die neue Dreifachhalle herum. Nun wird sie konkret. An der letzten Schulgemeindeversammlung bewilligten die Stimmbürger einen entsprechenden Projektierungskredit. Am Donnerstagabend erhielten nun interessierte Kreise, namentlich Dorfvereine und Ortsparteien, erste Resultate präsentiert. 40 Personen folgten der Einladung, das Thema scheint zu interessieren.

Daniel Gubler vom Wängemer Architektenteam «büchelgubler» stellte das ausgearbeitete Projekt vor. Seine Machbarkeitsstudie umfasst zwei Varianten. Variante 1 sieht vor, dass im bestehenden Baukörper mit den beiden übereinander liegenden Turnhallen vier Etagen entstehen. Zuoberst zwei Schulküchen, auf dem Erdgeschoss der Mittagsaufenthalt der Sekundarschule und ein Klassenzimmer als Ersatz der bestehenden Pavillons. Eine Etage tiefer wird die Psychomotorik untergebracht, die sich noch im Sekundarschulhaus Mitte befindet. Dazu kommen Räume für die Musikschule und ein Reservezimmer. Das zweite Untergeschoss schliesslich ist unspektakulär für Lager und Technik vorgesehen.

Geschätzte 4,9 Millionen

Die Projektgruppe mit Behördenvertretern, Schulleitern, Hauswarten, Architekt und Cornelia Brändli schätzt die Kosten für diesen Totalausbau auf 4,9 Millionen Franken. Ein Teilausbau als Variante 2 würde auf die Unterbringung von Psychomotorik, Musikschule und Reservezimmer verzichten, aber immer noch rund 4,1 Millionen Franken kosten. Die Projektgruppe gibt deshalb Variante 1 den Vorzug, zumal die wesentlichen Kostentreiber die Haustechnik und die Statik sind und in beiden Varianten anfallen.

Planmässig werden die Aadorfer am Abstimmungswochenende des 14. Juni über das Projekt befinden können. «Wir arbeiten bald an den Abstimmungsunterlagen», sagt Liegenschaftenverwalterin Brändli zum Terminplan. Baubeginn wäre so oder so nach der Einweihung des Neubaus.

Andreas Spring (Schulbehörde), Architekt Daniel Gubler, Liegen- schaftsverwalterin Cornelia Brändli, Nino Heider (Behörde) und Schulpräsident Martin Köstli zeigen das Architekturmodell. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Andreas Spring (Schulbehörde), Architekt Daniel Gubler, Liegen- schaftsverwalterin Cornelia Brändli, Nino Heider (Behörde) und Schulpräsident Martin Köstli zeigen das Architekturmodell. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

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