Die Post wird zu einer Agentur im Dorfladen

WILEN. Was in anderen Gemeinden der Region bereits Tatsache ist, wird nun auch in Wilen kommen: Ab April gibt es keine Post mehr – dafür eine Postagentur im Dorfladen von Martin Böhi.

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WILEN. Dicke Post für die Bevölkerung von Wilen am gestrigen Donnerstag. Sie wurden mittels Flugblatt darüber informiert, dass es die Post in dieser Form in ihrer Gemeinde nur noch bis voraussichtlich April des nächsten Jahres geben wird. Dann wird sie in eine Postagentur umgewandelt. Diese wird im Dorfladen an der Dorfstrasse, der von Martin Böhi geführt wird, zu finden sein. Böhi hat diesbezüglich bereits Erfahrung, leitet er doch seit dem Jahr 2007 in Gähwil eine solche Postagentur. Es soll auch eine Postfachanlage eingerichtet werden, wie auf dem gestern verteilten Flugblatt zu lesen ist. Postfach-Inhaber werden zu gegebener Zeit schriftlich mit Details beliefert.

Länger geöffnet

Im Dorfladen können ab April 2012 Briefe sowie Pakete aufgegeben und abgeholt, Briefmarken bezogen, Einzahlungen mit der Postcard oder einer Maestro-Karte getätigt und Geld bezogen werden. Für die Einwohner von Wilen ergibt sich durch diese Umwandlung auch ein Vorteil. Es wird während einer längeren Zeit möglich sein, Postgeschäfte abzuwickeln. Heute ist dies unter der Woche während sechseinhalb Stunden sowie am Samstag an drei Stunden möglich, ab April zu den gewohnten Öffnungszeiten des Dorfladens.

Weniger Postgeschäfte

Die Umwandlung in eine Agentur wurde aus der Sicht der Post nötig, weil die Anzahl Postgeschäfte in Wilen in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist, insbesondere bei Einzahlungen und Briefen. Als Alternative stand zur Debatte, die Öffnungszeiten der Post deutlich zu reduzieren.

Der Gemeinderat von Wilen hat im September von den Plänen der Post erfahren. In der Folge ging es darum, Alternativlösungen zu prüfen. Im Rahmen dieser Abklärungen zeichnete sich rasch die Lösung mit Martin Böhi ab, die nun umgesetzt wird. (sdu.)