Die Neuen halten sich zurück

BASADINGEN. Über 100 Besucher kamen zur Vorstellung der Gemeinderatskandidaten in den Turnhallenkeller nach Basadingen. Am 8. März finden die Erneuerungswahlen für die nächsten vier Jahre statt.

Thomas Güntert
Drucken
So präsentierten sich die neuen Kandidaten für den Gemeinderat in Basadingen-Schlattingen: André Eggspühler, Patrick Eicher, Ursula Bertsch-Traber, Patrick Schmid und Roman Herter. (Bild: Thomas Güntert)

So präsentierten sich die neuen Kandidaten für den Gemeinderat in Basadingen-Schlattingen: André Eggspühler, Patrick Eicher, Ursula Bertsch-Traber, Patrick Schmid und Roman Herter. (Bild: Thomas Güntert)

«Das ist die erste Podiumsdiskussion in dieser Form in Basadingen.» Das sagte Gemeindeammann Peter Mathys. Bei den letzten Vorstellungsveranstaltungen mussten noch Kandidaten gesucht werden. In diesem Jahr ist die Gemeinde in der glücklichen Lage, mehr Kandidaten zu haben wie Sitze im Gemeindegremium frei werden. Die Anzahl der neuen Kandidaten würde reichen, um den gesamten Gemeinderat auszuwechseln. Doch soweit wird es in Basadingen nicht kommen.

Zwei Sitze werden frei

Die bisherigen Gemeinderäte Roger Imper, Marcel Koradi und Hans Rudolf Stör stellen sich wie Gemeindeammann Peter Mathys für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Die Gemeinderäte Roland Dorer (Soziales und Kultur) und Bruno Schweri (Strassen- und Tiefbau) stellen sich nicht mehr zur Wahl.

Die Podiumsdiskussion wurde vom Tele-D-Moderator Thomas Burkhardt souverän geleitet. Alle neuen Kandidaten sehen in Basadingen-Schlattingen ihre heile Welt, und es schien, als seien sie mit der aktuellen Gemeindepolitik zufrieden. Lediglich Gemeindeammann Peter Mathys betonte, dass es in der Gemeinde Wachstum und die Ansiedlung von Gewerbe braucht.

Der bisherige Gemeinderat Hans Rudolf Stör bemerkte, dass es mehr Probleme gibt, als man glaubt. Einige Probleme waren auch den neuen Kandidaten bekannt. Es gebe beispielsweise zu viele Vorschriften von kantonaler Ebene. André Eggspühler plädierte dafür, dass die Schulen in beiden Gemeinden aufrechterhalten bleiben. Patrick Eicher lehnt die Verengungen zur Verkehrsberuhigung ab, da dadurch ein fliessender Verkehr, insbesondere für die grossen landwirtschaftlichen Maschinen, verhindert wird. Patrick Schmid forderte, dass Stromnetz, Abwasser und Strassen instand gehalten werden. Roger Imper, der für die Werke zuständig ist, erinnerte daran, dass sich die Gemeinde seit Jahren um diese Themen kümmert.

Publikum murrt

Als Patrick Schmid erwähnte, dass er gut mit einer Steuererhöhung leben könnte, da der Finanzausgleich künftig wegfällt und sich der Steuerfuss im Vergleich zu anderen Gemeinden im Kanton im unteren Drittel bewegt, bewirkte er ein lautes Murren bei den Besuchern.

Roman Herter erwähnte immer wieder, dass er sich eine aktivere Kommunikation zwischen Behörde und Bürgern wünscht und die Gemeinde sich nach aussen besser präsentieren sollte.

Ursula Bertsch-Traber will die Verwaltungskosten unter die Lupe nehmen, die im Volk für Missstimmung sorgen. Aus dem Publikum wurde bemängelt, dass die neuen Kandidaten alles für gut befänden und dass alles, was nicht gut sei, von oben komme. Bei der Diskussion wurden die Zielrichtung und die Verbesserungsvorschläge der neuen Kandidaten vermisst. Die Kandidaten ihrerseits vermittelten den Eindruck, dass sie bei einer erfolgreichen Wahl bestrebt sind, mit den bisherigen Gemeinderäten an einem Strick zu ziehen.

Aktuelle Nachrichten