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Die neue Armee wird kleiner, will aber schneller parat sein

Referat Die Schweizer Armee befindet sich in einem grossen Veränderungsprozess. Davon berichtete David Thalmann, Major und Berufsoffizier mit Heimatort Fischingen, nach der Versammlung der SVP Thurgau. Die Veränderung trägt den Titel «Weiterentwicklung der Armee» (WEA).

Die Eckwerte sind: allgemeine Wehrpflicht im Milizprinzip, ein Kostendach von fünf Milliarden Franken pro Jahr sowie ein Sollbestand von 100000 Wehrleuten. Die Armeebestände haben sich in den vergangenen Jahrzehnten drastisch verringert: 625000 Soldaten zählte die Armee 61, mit der Armee 95 waren es noch 400000, und neu «sind es noch so viele Leute, die in einem grossen Stadion Platz haben», so Thalmann. Die neue Armee soll aber rascher einsatzbereit sein: 35000 Armeeangehörige sollen innerhalb von 96 Stunden parat sein. «Das schafft keine andere Armee Europas», sagte Thalmann. Die Alarmierung erfolgt per SMS und E-Mail.

Ein weiteres Ziel ist die vollständige Ausrüstung der Truppe. Das ist heute nicht der Fall. Wie der Berufsoffizier aufzeigte, sind von 20 Infanterie-Bataillonen nur drei komplett ausgerüstet.

Die Armee richtet sich nicht nur nach den Vorgaben der Politik, sondern vor allem gegen die Bedrohung aus. Thalmann sagte, man habe es heute mit einer «diffusen Bedrohungslage zu tun». Während der Weltkriege und des Kalten Krieges waren potenzielle Feinde ausländische Armeen. Heute sind es zusätzlich Cyberkriminalität, Paramilitär, organisierte Kriminalität, Terroristen, Saboteure. Dagegen rüstet die Armee auf. Auch im Thurgau. Für mehrere Millionen Franken wird auf dem Frauenfelder Waffenplatz Auenfeld ein Rechenzentrum gebaut, das auch weitere Bundesstellen nutzen.

Die Armee hat nicht nur mit einer diffusen Bedrohungslage zu kämpfen, sondern auch mit dem Zivildienst. «Pro Jahr verlieren wir bis zu 6000 Personen an den Zivildienst», sagte Thalmann. Weitere 1000 verlassen die Rekrutenschule aus medizinischen Gründen. Hier setzt die Armee an. Sie will Rekruten an den Armeealltag gewöhnen. (seb.)

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