Die Murg und ihre Tsunamis

Murgspritzer

Samuel Koch
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Sekunde für Sekunde schlängelt sie sich durch die Stadt, fernab aller Aufmerksamkeit. Minute für Minute fliessen unzählige Liter Wasser an Schloss-, Linden- und Murg-Auen-Park vorbei in Richtung Grosse Allmend bis zur Mündung in die Thur. Und Woche für Woche hält sie seit 2011 ihren Namen hin, sei es für Good oder Bad News.

Allein 2016 sind insgesamt 48 Murgspritzer erschienen, und damit ein Mehrfaches an Zeilen. Klar: Mal fliesst mehr, mal weniger Wasser die Murg hinab. Einzelne Themen lösten aber in Frauenfeld auch Tsunamis aus.

Relevanz zeigte sich vom bachab geschickten Agro Food Innovation Park bis zum stark unterkühlten Wärmering, von den fein feiernden Narren bei der Fasnacht, den wippenden Hip-Hop-Fans beim Open Air oder auch den hupenden Fans während der Fussball-EM. Gar meteorologische Ereignisse wie der nasse Vorsommer oder der stockdichte Nebel mit cremig-karamelligem Zuckeri-Duft in der Luft fanden Erwähnung.

Zwar schaut der Frauenfelder an Silvester gerne auch zurück. Dann richtet er seinen Blick aber bald nach vorn, voraus aufs 2017. Mit guten Vorsätzen zählt es sich besser rückwärts von 10, 9 und 8. Mit mutigen Prognosen im Kopf zu 7, 6 und 5. Auf ein frohes, neues und glückliches Jahr 2017 – in 4, 3, 2 und 1.

Hurra, 2017 ist da. Komme, was wolle, Tsunamis hin oder her. Den Pegel der Murg regulieren sowieso weiterhin die Mitarbeiter der Werkbetriebe an den Hebeln der Wasserkraftwerke.

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch