Die Marge sinkt weiter

Die Raiffeisenbank am Bichelsee präsentiert ihren Semesterabschluss: Bei erneut gesteigertem Umsatz ist der Gewinn leicht zurückgegangen.

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Ruedi Bleichenbacher Bankleiter Raiffeisen am Bichelsee (Bild: Olaf Kühne)

Ruedi Bleichenbacher Bankleiter Raiffeisen am Bichelsee (Bild: Olaf Kühne)

TURBENTHAL. «Das politische und wirtschaftliche Umfeld im ersten Halbjahr 2016 war auch für die Raiffeisenbank am Bichelsee herausfordernd», leitet Bankleiter Ruedi Bleichenbacher seinen Bericht zum Semesterabschluss ein. So sei die Zinsmarge der Schweizer Retailbanken infolge der Negativzinsen weiterhin stark unter Druck. Nach dem Brexit-Entscheid hätten sich vor allem die Zinsen für langjährige Hypotheken nochmals nach unten bewegt.

Zinsmarge abgesichert

Die Raiffeisenbank am Bichelsee kann per 30. Juni eine Zinsmarge von 1,22 Prozent ausweisen. In der Vorjahresperiode lag der Wert nur unwesentlich höher, nämlich bei 1,23 Prozent. «Dieser positive Wert konnte unter anderem dank vorausschauender Absicherung der Bank im Markt erreicht werden», schreibt Bleichenbacher denn auch weiter. «Der gezielte Einsatz dieser Instrumente wird auch in nächster Zeit zur Stabilität beitragen, während die Zinserträge im angestammten Kreditgeschäft nach wie vor rückläufig sind.»

Weiter habe auch das Anlagegeschäft im ersten Halbjahr 2016 unter dem Einfluss der Unsicherheiten von Politik, Wirtschaft und Märkten gestanden: «Der Rückgang von 8,7 Prozent im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr ist geringer als erwartet.»

In den Wertschriftendepots konnte die Raiffeisen am Bichelsee im ersten Halbjahr Neugeld von knapp 5 Millionen Franken akquirieren. Die Ausleihungen per Ende Juni betragen 680 Millionen Franken. Der Anstieg betrug 2,24 Prozent. Die Kreditvergaberestriktionen, welche durch die Finanzmarktaufsicht erlassen wurden, um den Boom im Liegenschaftsmarkt, welcher durch die Zuwanderung und die Negativzinsen entstanden ist, zu mildern, haben auch Auswirkungen auf die Kredittätigkeit der Raiffeisenbank am Bichelsee. Das Kreditwachstum von 15 Millionen Franken im ersten Semester entspricht dennoch den gesetzten Zielen der Bank.

Weniger Gewinn als 2015

Anfang 2016 wurde der Personalbestand in der Beratung erhöht. Zudem hat die Bank Vorinvestitionen in eine neue Bankensoftware getätigt. In Kombination mit den leicht tieferen Erträgen in den verschiedenen Sparten hat dies zu einem leicht tieferen Bruttogewinn in der Höhe von 2,35 Millionen Franken geführt (erstes Semester 2015: 2,66 Millionen). (red.)