Die Landegg ist voll ausgelastet

125 Asylsuchende haben Platz in der Landegg. «Wir sind voll ausgelastet», sagt Bruno Zanga, Leiter des Ausländeramtes des Kantons St. Gallen.

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125 Asylsuchende haben Platz in der Landegg. «Wir sind voll ausgelastet», sagt Bruno Zanga, Leiter des Ausländeramtes des Kantons St. Gallen. Das Haus ist gut geeignet für Familien, doch derzeit wohnen viele junge Männer aus Nordafrika im Durchgangszentrum – «wir können die Leute nicht frei aussuchen; der Bund teilt sie uns zu», sagt Zanga.

Welche Massnahmen wurden nach den Autoeinbrüchen und Diebstählen einiger Bewohner im Zentrum getroffen? Die Polizeipräsenz in und um das Haus sei verstärkt worden. Es habe Hausdurchsuchungen gegeben, damit das Deliktsgut nicht im Zentrum gebunkert werden könne. «Aber», so Zanga, «Asylsuchende sind keine Gefangenen. Wir können niemandem verbieten, sich frei zu bewegen.» Er ist überzeugt: «Das schnelle Reagieren und das konsequente Agieren zeigen rasch Wirkung.» Das sei damals, als es ähnliche Probleme im Zentrum Bommerstein am Walensee gegeben habe, auch so gewesen.

Der Kanton St. Gallen führt das ehemalige Schulungszentrum Landegg – es ist zwischen Rorschach und Heiden auf der Kantonsgrenze von St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden gelegen – seit März 2010 als Zentrum für Asylsuchende; Appenzell Ausserrhoden zahlt einen Beitrag an St. Gallen. (rw)

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