Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Die Krisis der Stickerei

HINTERTHURGAU. (Korr.) In unserer Gegend bleibt die Baumwollindustrie die Haupterwerbsquelle der Mehrzahl der Einwohner. Von der Lage der Stickerei hängt der Wohlstand Hunderter ab.

HINTERTHURGAU. (Korr.) In unserer Gegend bleibt die Baumwollindustrie die Haupterwerbsquelle der Mehrzahl der Einwohner. Von der Lage der Stickerei hängt der Wohlstand Hunderter ab. Die Stickerei-Krisis hält nun aber immer noch an, was namentlich durch die schwierigen und ungenügenden Einfuhrverhältnisse bedingt ist.

Preissteigerung der Rohstoffe

Die Stickerei macht gegenwärtig eine schwere Krisis durch; doch kann meistenorts der Betrieb, allerdings mit etwelcher Einschränkung, aufrecht erhalten werden. Die Rohstoffe haben eine bedeutende Preissteigerung erfahren; man spricht von 50%; doch lässt die Qualität oftmals viel zu wünschen übrig. Dass dadurch die Rendite sowie die Qualität der fertigen Ware erheblich vermindert wird, ist offensichtlich. Während die grössern Betriebe durchwegs mit reduzierter Arbeitszeit zu rechnen haben, sind die kleinern meistenorts imstande, bis auf einige Arbeitsstunden in der Woche den frühern, normalen Betrieb aufrecht zu erhalten. Alle grossen Stickereien stehen am Samstag nachmittag still. Das bedeutet natürlich einen empfindlichen Ausfall. Es kommt sogar nicht selten vor, dass Arbeiter halbe Wochentage feiern müssen.

Auffallend ist, wie einzelne Geschäfte zurzeit über viel Arbeit und grosse Aufträge verfügen. Die Arbeitszeitreduktion konnte bis heute nicht allgemein durchgeführt werden, woran unzweifelhaft die ungenügende Organisation schuldig ist. Wie man hört, soll sie nach dem Kriege eine eingreifende Änderung erfahren.

Verteuerte Lebensmittel

Vor allem soll die Einführung von Krisenkassen bereits eifrig studiert werden, was allgemein belieben dürfte. Hoffentlich gehen die Lehren, die der Krieg gibt, nicht unangewandt vorüber. Eine Begleiterscheinung zur allgemeinen Krise bilden die beständigen Lebensmittelverteuerungen. Tatsächlich hat die Not schon bei mancher Türe armer Leute angeklopft. Hülfe muss kommen, komme sie, woher sie wolle. Manche Gemeinde wird künftig mehr Armenauslagen erhalten, was aber nach neuen Einnahmen ruft. Solche zu beschaffen, ist bei der herrschenden gedrückten Stimmung keine leichte Aufgabe.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.