Die Kandidaten ziehen gleich

Drei Eschliker wollen Gemeindepräsident werden. In ihrem Buhlen um die Wählergunst unterscheiden sie sich wenig. Seit dieser Woche verfügen alle über einen professionellen Internetauftritt. Eine Prognose zur Wahl bleibt schwierig.

Olaf Kühne
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Peter Meier Kandidat, parteilos Gemeindeammann Eschlikon (Bilder: Christoph Heer)

Peter Meier Kandidat, parteilos Gemeindeammann Eschlikon (Bilder: Christoph Heer)

ESCHLIKON. Das Rennen ist offen wie eh und je. Seit November buhlen in Eschlikon drei Kandidaten um das Amt das Gemeindepräsidenten. Erst gaben die amtierenden Gemeinderäte Peter Meier (parteilos) und Adrian Stutz (SVP) ihre Ambitionen bekannt, vor knapp zwei Monaten komplettierte der bis dato unbekannte Hans Mäder (parteilos) den Kandidatenreigen. An einem Podium im Rahmen der Gewerbemesse Eswa kreuzten die drei dann ihre Klingen. Beobachter waren sich einig, dass dabei keiner besonders hervorstach, aber auch keiner als Verlierer dastand. In Eschlikon gehen die Prognosen zum Wahlausgang denn auch auseinander. Während manche einen Sieg Peter Meiers schon im ersten Wahlgang prophezeien, halten die meisten einen zweiten Wahlgang für wahrscheinlich.

Mäder am konkretesten

Inzwischen haben Mäder, Stutz und Meier auch mit ihren Internetauftritten gleichgezogen. Alle drei betreiben eine Webseite, auf der sie um Wählerstimmen werben. Die Seiten sind unisono professionell und übersichtlich gestaltet. Auch hier fällt keiner aus dem Rahmen. Lediglich inhaltlich unterscheiden sie sich. Während es Meier und Stutz mehrheitlich bei politischen Allgemeinplätzen belassen, wird Mäder konkret – was ihm als nicht in die Gemeindepolitik Involvierter auch am leichtesten fallen dürfte. Noch seien die Gemeindefinanzen intakt, schreibt er unter der Rubrik «Schwerpunkte». Die Gemeinde laufe aber Gefahr, «sich der Freiheiten zu berauben», die gesunde Finanzen ermöglichen. «Mit einem Selbstfinanzierungsgrad von lediglich 40 Prozent sind wir derzeit nicht in der Lage, die Investitionen aus selbst erwirtschafteten Mitteln zu bezahlen.» Auch bezüglich des öffentlichen Verkehrs wird Mäder am deutlichsten. Der Bus solle ausserhalb der Pendlerphasen nicht Bahnhöfe, sondern beispielsweise Einkaufszentren und Altersheime bedienen, fordert der 56-Jährige. Und: Für diese Idee müsse man mit den Nachbargemeinden zusammenspannen.

Den Ball flach halten

Diese Aussagen und Forderungen will Mäder bald auch mit einem Prospekt in alle Haushaltungen verbreiten. Bereits punkten konnte er mit einer Neujahrskarte an alle Eschliker. Weiter intensivieren will er seinen Wahlkampf indes nicht. Er setze auf möglichst viele persönliche Gespräche, sagt er. «Ich will den Ball flach halten.»

Mit einem Flyer in alle Briefkästen will auch Meier die «klassische» Kommunikation nutzen. Von ihm wie auch von Stutz sind denn auch schon die ersten Inserate in der Lokalzeitung «Regi - Die Neue» aufgetaucht. Die beiden Gemeinderäte können zudem weiter auf ihren Vorsprung im Bekanntheitsgrad setzen, auch wenn dieser peu à peu kleiner werden wird.

Die Webseiten finden sich unter: www.hans-mäder.ch www.meier-peter.ch www.adrian-stutz.ch

Adrian Stutz Kandidat, SVP Gemeindeammann Eschlikon (Bild: Picasa)

Adrian Stutz Kandidat, SVP Gemeindeammann Eschlikon (Bild: Picasa)

Hans Mäder Kandidat, parteilos Gemeindeammann Eschlikon (Bild: Picasa)

Hans Mäder Kandidat, parteilos Gemeindeammann Eschlikon (Bild: Picasa)