Die «jungen Alten» sind aktiv, mobil und materiell abgesichert

Die Menschen in der Schweiz werden immer älter. Im Jahr 1900 hatte die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern bei 46,2 und bei Frauen bei 48,9 Jahren gelegen. Im Jahr 2014 wurden Schweizer Männer im Schnitt 81 und die Frauen sogar 85,2 Jahre alt.

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Die Menschen in der Schweiz werden immer älter. Im Jahr 1900 hatte die durchschnittliche Lebenserwartung von Männern bei 46,2 und bei Frauen bei 48,9 Jahren gelegen. Im Jahr 2014 wurden Schweizer Männer im Schnitt 81 und die Frauen sogar 85,2 Jahre alt. «Eine Gesellschaft mit so vielen Alten ist einmalig in der Geschichte der Menschheit», sagte der Theologe Heinz Rüegger in seinem Vortrag in Stein am Rhein zum Thema «Hochaltrigkeit als gesellschaftliche Herausforderung». Auch im Thurgau nimmt die Zahl stark zu. Menschen, die 65 Jahre und älter sind, machen heute 17,3 Prozent der Thurgauer Bevölkerung aus. Im Jahr 2030 werden es 27,7 Prozent sein. In den vergangenen Jahren sei eine neue Gesellschaftsgruppe entstanden, sagte Rüegger. Die «jungen Alten» sind zwischen 65 und rund 80 Jahren alt, sie sind mobil, aktiv und materiell abgesichert. Die «alten Alten» oder Hochbetagten sind 80 und älter, sie bauen ab und brauchen Hilfe. Rüegger fordert einen neuen Blick auf das Alter, weg von Verjüngungskuren, hin zu einer sorgenden Gemeinschaft, in der Junge und Alte füreinander da sind und in den Gemeinden miteinander leben. (kbr)