Die Hiobsbotschaft der Sia im November 2015

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Am 10. November 2015 gab die Firma Bosch einen massiven Stellenabbau bei der Frauenfelder Tochter Sia Abrasives bekannt. Von 720 Beschäftigten sollte es 200 Mitarbeiter an Maschinen und 60 Verwaltungsangestellte treffen. Betroffen waren mehrheitlich langjährige Angestellte, viele zwischen 45 und 55, mit Migrationshintergrund, unterdurchschnittlichen Deutschkenntnissen und oft ohne Berufsbildung. Aufgrund der «schwierigen wirtschaftlichen Lage» plante Bosch, die Schleifmittel-Konfektionierung und das zugehörige Halbfertigwarenlager nach Osteuropa zu verlagern. Und das Fertigwarenlager sollte ins deutsche Worms zügeln. Der Abbauprozess sollte bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Nach dem Konsultationsverfahren stand fest: 250 Mitarbeiter sollte es treffen. Im Sommer 2016 informierten die Sia-Geschäftsleitung und die Angestellten-Kommission der Sia über den gemeinsam erarbeiteten Sozialplan. Dieser beinhaltete eine lange Kündigungsfrist, Umschulungen und Frühpensionierungen. (ma)