Die Gesundheitsberufe auf politischer Ebene stärken

Die Interessengemeinschaft Berufsbildung im Gesundheits- und Sozialwesen Thurgau setzt sich auch auf politischer Ebene für die Gesundheitsberufe ein.

Martin Sinzig
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MÜNSTERLINGEN. Für die Thurgauer Betriebe im Gesundheits- und Sozialwesen organisiert die 2002 gegründete Interessengemeinschaft (IBGS-TG) mit allen weiteren involvierten Partnern die Belange der Ausbildungen im Gesundheits- und Sozialwesen. «Es sind Berufe fürs Leben», betonte Präsidentin Franziska Mattes an der jüngsten Mitgliederversammlung. Mit 134 Stimmen waren die der IBGS-TG angeschlossenen 90 Betriebe vertreten.

Politischer Vorstoss lanciert

Neben der Bildungsarbeit forciert die IBGS-TG die Öffentlichkeitsarbeit und die Nachwuchsförderung. Im vergangenen Jahr hat sich die IG nebst ihrem Kerngeschäft insbesondere um Förderbeiträge des Kantons bemüht. Diese sollen als Ausbildungsentschädigung für den Lehrgang zur/zum diplomierten Pflegefachfrau/-fachmann HF eingesetzt werden. Die Gespräche mit dem Departement für Finanzen und Soziales hätten bisher keine positiven Resultate erzielt. Darum ist jetzt ein politischer Vorstoss aus dem Kantonsrat in Form einer Einfachen Anfrage an den Gesamtregierungsrat lanciert worden. Dieser solle zu Grundsatzfragen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung sowie der Förderung von Wiedereinsteigern und Personen in Ausbildung mit familiären Verpflichtungen Stellung beziehen.

Agnes König neu im Vorstand

Indessen fordern weitere Aufgaben heraus. Ab 2012 wird die zweijährige Ausbildung zur Assistentin Gesundheit und Soziales im Thurgau angeboten. Ebenso ab 2012 werden die überbetrieblichen Kurse (üK) für die Fachfrau/den Fachmann Betreuung (FaBe) im Thurgau durchgeführt Schliesslich platzen die Räumlichkeiten für die Lernen-, Trainings- und Transferkurse in Bürglen aus allen Nähten. Spätestens bis Sommer 2012 soll eine Lösung gefunden werden.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Agnes König, Pflegedirektorin am Kantonsspital Münsterlingen. Sie folgt auf Rosmarie Patrik, Pflegedirektorin am Kantonsspital Frauenfeld.

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