«Die Gäste lassen sich nicht veralbern»

Nachgefragt

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Vor 30 Jahren hat Beat Jost (58) im Gasthof zum goldenen Kreuz als Küchenchef angefangen. ­Zwischenzeitlich war er der ­Geschäftsführer, und seit genau zehn Jahren ist er nun der Inhaber.

Herr Jost, Sie sind jetzt seit 30 Jahren im «Goldenen Kreuz» tätig. Was für eine Bedeutung hat das für Sie?

Ich habe über die Hälfte meines Lebens im «Goldenen Kreuz» gearbeitet. Es war natürlich viel Arbeit, aber machte auch viel Spass. Ich bin sehr stolz, wir haben die Gastronomie Frauenfelds definitiv geprägt.

Was hat sich für Sie verändert, seit Sie nicht mehr Küchenchef sind?

Der Betrieb ist über die Jahre sehr gewachsen. Früher konnte ich die Administration und die Küche übernehmen. Heute wäre das ohne meinen Küchenchef und meine Restaurantleiterin nicht mehr. Ich arbeite seit 14 Jahren mit meinem heutigen Küchenchef zusammen, dadurch haben wir auch mehr Kapazität. Und ich habe sehr viele tolle Leute, die mit mir arbeiten.

Wie soll sich ein Gast fühlen, nachdem er im «Goldenen Kreuz» gegessen hat?

Es soll für ihn super gewesen sein. Wenn er auf die Rechnung schaut, soll es auf ihn nicht zu teuer wirken, sondern passend. Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis sind uns wichtig.

«Kulinarische Höchstleistungen in Qualität»: Was bedeutet das für Sie?

Qualität ist das Wichtigste. Der Gast lässt sich nicht veralbern. Viele kochen selber gerne, da muss man etwas bieten, was es wert ist, im «Kreuz» zu essen oder Feste zu feiern.

Sie sind für den Swiss-Gastro-Award nominiert. Haben Sie bereits Preise in dieser Richtung gewonnen?

Der Küchenchef und ich haben 2002 den Barbecue-Weltmeistertitel erhalten. Wir sind zwar kein typisches Barbecue-Restaurant, aber das zeugt sicher von unserer Qualität. Und wir haben 14 Gault-Millau-Punkte.

Wie wichtig ist ein solcher Gastro-Award für Sie?

Wir sind bereits in einer Vorauswahl unter die ersten 18 gekommen. Und die anderen Teilnehmer sind alle tolle Gastronomiebetriebe aus der ganzen Schweiz. Für uns ist es schon ein Kompliment, wenn wir so weit nach vorne gekommen sind, auch wenn wir nicht gewinnen. Ausserdem ist es tolle Werbung. (chr)