Die Frauenfelder Stadtmusik rüstet sich für das Eidgenössische

Die Stadtmusik Frauenfeld hat im Casino bewiesen, dass sie ein zukunftsweisender Verein ist. Das Frühlingskonzert überraschte die vielen Zuhörer durch berührende Spiellust und virtuose Vielfalt.

Sarah und Basil Pirijok
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Frauenfeld. Als überaus jung, frisch und originell zeigte sich der über 150jährige Traditionsverein letzten Samstag. Und nicht nur das war zu erfahren. Denn die Stadtmusik Frauenfeld scheint genau jene Eigenschaften zu haben, die erfolgreiche Unternehmen auszeichnen. So ist sie erstens direkt am Puls der Zeit, indem sie hochaktuelle Musik wie jene aus dem Film Avatar spielt. Zweitens verfügt sie über eine dynamische Führung. Dirigent Thomas Fischer leitete das Konzert mit einer spürbaren Inbrunst. Seine Gesten und Bewegungen verrieten, welch grossen Wert er auf ein ausdrucksvolles Spiel legt.

Talente fördern

Die Musiker wiederum setzten seine Anweisungen virtuos um. Im Durchschnitt sind sie etwa 33jährig und kombinieren musikalische Reife mit Jugend. Das hängt mit dem langjährigen Engagement des Dirigenten zusammen. Dadurch, dass er Jugend-Bläserlager durchführe, habe sich herumgesprochen, dass er ein guter Dirigent ist, sagt Vereinspräsident Jürg Roost. Talentierter Nachwuchs wurde erfolgreich in den Verein integriert. Registerführer, die auch leises und weiches Spiel beherrschen, musizieren im Verein. Ebenso Solisten wie der wettbewerbserprobte 15jährige Fabian Ziegler, der am Marimba für Spannung sorgt.

Mit rhythmischer Wucht

Das Wettstück «Xenia Sarda» verzauberte das Publikum durch warme, stimmige Klanglandschaften, um das Publikum anschliessend durch schallerfüllte, rhythmische Wucht wachzurütteln. Mit diesem anspruchsvollen Stück wird sich die Stadtmusik am eidgenössischen Musikfest in St. Gallen einer Herausforderung stellen, der sie hörbar gewachsen ist.

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