Die evangelische Kirche hat eine Ombudsfrau

FRAUENFELD. Die 40jährige Frauenfelderin Barbara Kopieczek hat am 1. September ihr Amt als Ombudsfrau der evangelischen Landeskirche angetreten. Sie ist von der Synode im vergangenen Juni gewählt worden.

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Barbara Kopieczek Ombudsfrau der Evangelischen Landeskirche Thurgau (Bild: pd)

Barbara Kopieczek Ombudsfrau der Evangelischen Landeskirche Thurgau (Bild: pd)

FRAUENFELD. Die 40jährige Frauenfelderin Barbara Kopieczek hat am 1. September ihr Amt als Ombudsfrau der evangelischen Landeskirche angetreten. Sie ist von der Synode im vergangenen Juni gewählt worden.

Hauptaufgabe ist, zu vermitteln

Die Aufgabe der Ombudsfrau ist, zu vermitteln, wenn Mitarbeitende oder Behördenmitglieder einer Kirchgemeinde oder Kirchbürgerinnen und Kirchbürger wegen Meinungsverschiedenheiten oder grundsätzlicher Fragen darum ersuchen. Das schreibt die Landeskirche in einer Mitteilung. Die Ombudsstelle könne schriftlich unter Angabe des Begehrens und der Gründe angerufen werden. Die Eingabe wird der Gegenpartei zur Kenntnis zugebracht. Danach hört die Stelleninhaberin die Beteiligten in einem Gespräch an und gibt ihnen Gelegenheit, sich zu den Anträgen und Argumenten der Gegenpartei zu äussern. Die Ombudsfrau kann von den Parteien Akten verlangen, aber auch Augenscheine vornehmen und Amtsberichte einfordern.

Ziel ist es, dass sie nach möglichst kurzer Frist den Beteiligten eine schriftliche Empfehlung geben kann, wie der Konflikt beigelegt oder bewältigt werden kann.

Fachkenntnisse und Erfahrung

Barbara Kopiecezk studierte nach ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin Rechtswissenschaften. Sie absolvierte Weiterbildungen in den Bereichen Betriebswirtschaftslehre und Coaching sowie als Schulleiterin. Beruflich war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Bundesverwaltung und als Kadermitarbeiterin im Erziehungsdepartement des Kantons Schaffhausen und in der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich tätig.

Zur vollständigen Besetzung der neu geschaffenen Ombudsstelle muss die Synode noch zwei stellvertretende Personen wählen. (red.)