«Die drei Kandidaten sollten Jobsharing machen»

Auf der Bühne die drei Stadtpräsidenten-Kandidaten Andreas Wirth (SVP), Anders Stokholm (FDP) und Roland A. Huber (BDP) – im Publikum 250 Besucher: Das war das Frauenfelder TZ-Wahlpodium am Mittwochabend. Wer dabei war, konnte sich seine Meinung bilden für den 8. März.

Mathias Frei
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Tom Zimmerli Lehrer

Tom Zimmerli Lehrer

FRAUENFELD. Der Kampf um das Frauenfelder Stadtpräsidium biegt auf die Zielgerade ein. Am 8. März wird gewählt. Da erstaunt es kaum, dass der eine oder die andere unter den 250 Zusehern am TZ-Wahlpodium schon einen Favoriten auserkoren hat.

Nicht so Marlies Zuberbühler: Sie ist erst vor anderthalb Wochen nach Frauenfeld gezogen, kannte bis Mittwochabend noch keinen der drei Kandidaten. «Ich schwanke zwischen Anders Stokholm und Roland A. Huber», sagt sie nach dem Podium im Rathaus. Wobei auch Andreas Wirth einen guten Eindruck auf sie gemacht habe. Die Pensionärin hätte sich aber gewünscht, dass ab und zu bei Antworten kritisch nachgehakt worden wäre.

Guter Service an Bevölkerung

«Es war spannend, die Aussagen der drei Kandidaten zu jeweils einem Thema vergleichen zu können», findet der ehemalige Beachvolleyball-Profi Sascha Heyer. Dass der Umweltschutz am Podium aussen vor blieb, bedauert er. Das Podium stellte für ihn einen guten Service an der Bevölkerung dar. Der Eindruck der vergangenen Wochen bestätigte sich für Heyer am Podium: Anders Stokholm war sehr präsent. Er möge Querdenker wie Stokholm, weil er als Sportler ähnlich gewesen sei, sagt Heyer.

«Ich habe mir meine Meinung schon vorher gemacht, wollte die drei Kandidaten heute abend aber unbedingt noch live erleben», erklärt Pensionärin Elisabeth Schwager. Sie habe viel erfahren. Es seien gute Fragen gestellt und ebenso gute Antworten gegeben worden, findet sie. Ihr Favorit ist und bleibt aber Andreas Wirth. «Ich stehe dazu.»

Viele ähnliche Antworten

Ein angenehm geführtes, informatives Podium: Das ist Tom Zimmerlis Urteil über den Abend. Wobei sich die Antworten der drei Kandidaten oft schon sehr geglichen hätten, findet der Lehrer. Einen Favoriten hat Zimmerli zwar, und zwar nicht erst seit dem TZ-Podium. Welchen Namen Zimmerli auf den Wahlzettel schreibt, will er aber nicht verraten.

Ruth Krähenmann arbeitet auf einer Schulverwaltung. Sie teilt den Eindruck, dass sich die drei Kandidaten politisch kaum unterschieden. «Am besten wäre wohl, wenn Stokholm, Wirth und Huber das Stadtpräsidium im Jobsharing ausüben», bringt sie als Idee vor, ob der sie sich aber das Schmunzeln nicht verkneifen kann. Krähenmann ist der Meinung, dass man da und dort den Kandidaten noch etwas mehr auf den Zahn hätte fühlen können. Was sie aber gesehen und gehört habe am Podium, bestärkte sie in ihrer Meinung.

Heinz Stübi hat die kürzlich eingetroffenen Wahlunterlagen schon ausgefüllt. Das Podium habe ihn in seiner Wahl bestärkt. Alle drei Kandidaten seien ihm schon bekannt gewesen, am nächsten stehe ihm aber Andreas Wirth. «Ich glaube, dass es noch einen zweiten Wahlgang braucht», sagt der Bankleiter. Und im zweiten Wahlgang mache dann Wirth oder Stokholm das Rennen. Man darf also gespannt sein auf den ersten Wahlgang am 8. März.

Ruth Krähenmann Schulsekretärin

Ruth Krähenmann Schulsekretärin

Sascha Heyer Eventmanager

Sascha Heyer Eventmanager

Elisabeth Schwager Pensionärin

Elisabeth Schwager Pensionärin

Heinz Stübi Bankleiter

Heinz Stübi Bankleiter

Marlies Zuberbühler Pensionärin (Bilder: Mathias Frei)

Marlies Zuberbühler Pensionärin (Bilder: Mathias Frei)

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