Die CVP will die Thurgauer Zauberformel bewahren

WÄNGI. Sowohl Walter Schönholzer (FDP, Kradolf-Schönenberg) als auch sein unmittelbarer Konkurrent um den frei werdenden Sitz in der Regierung, Kantonsrat Ueli Fisch (GLP, Ottoberg), hatten am Mittwochabend Gelegenheit, sich bei den 90 CVP-Delegierten vorzustellen, welche im Vereinsheim Wängi tagten.

Christoph Lampart
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WÄNGI. Sowohl Walter Schönholzer (FDP, Kradolf-Schönenberg) als auch sein unmittelbarer Konkurrent um den frei werdenden Sitz in der Regierung, Kantonsrat Ueli Fisch (GLP, Ottoberg), hatten am Mittwochabend Gelegenheit, sich bei den 90 CVP-Delegierten vorzustellen, welche im Vereinsheim Wängi tagten.

Bisherige werden unterstützt

Beide präsentierten sich als teamfähige, bürgerliche Politiker mit Führungserfahrung, denen der sorgsame Umgang mit der Natur am Herzen liegt, Obwohl die Wahlprogramme der Kontrahenten in Tat und Wahrheit nicht allzu stark differierten, sprachen sich die Christdemokraten am Ende deutlich – nämlich mit 74 zu 12 Stimmen – für Walter Schönholzer aus. CVP-Kantonalpräsident Gallus Müller hatte zuvor betont, dass die Parteileitung der Meinung sei, dass Schönholzer zum einen den nötigen Rucksack fürs Amt mitbringe und man so zum anderen die bewährte Zauberformel in der kantonalen Exekutive (zwei SVP, ein CVP, ein FDP und ein SP) beibehalten könne.

Wenig überraschend sprachen sich die Delegierten dafür aus, die bisherigen Regierungsräte Jakob Stark (SVP), Monika Knill (SVP) und Cornelia Komposch (SP) ebenfalls zur Wahl zu empfehlen. Die eigene Regierungsrätin, Carmen Haag, wurde bereits an der Delegiertenversammlung vom 27. Oktober einstimmig nominiert.

Zweimal deutlich Nein

Letztlich unumstritten waren die Parolen-Ergebnisse für die Durchsetzungs-Initiative (1 Ja, 87 Nein) und die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln» (23 Ja, 63 Nein). Daran konnten weder SVP-Kantonsrat Hermann Lei, noch CVP-Kantonsrat Josef Gemperle etwas ändern. Weder überzeugte Leis Prognose, ein Ja zur Durchsetzungs-Initiative sei ein Ja für eine sicherere Schweiz, die Delegierten, noch konnten sich Gemperles Parteifreunde mehrheitlich dazu durchringen, ein Signal gegen die Spekulation von Nahrungsmitteln zu setzen.

Zweimal ein Ja

Die Abstimmungsempfehlungen für die weiteren Vorlagen vom 28. Februar – die Sanierung des Gotthardstrassentunnels und die eigene Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» hat die Partei bereits im Oktober beschlossen. Mit 49 Ja zu 32 Nein-Stimmen stimmt sie der Sanierung des Gotthardtunnels zu und mit 84 Ja- zu 2 Nein-Stimmen sagt sie auch Ja zur eigenen Initiative.

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