Die Crux mit den Turnhallen

Das hätten die Eschliker Sportvereine auch einfacher haben können: Im Januar reichten sie eine Volksinitiative für eine neue Turnhalle ein – mit fast dreimal so vielen Unterschriften wie erforderlich.

Olaf Kühne
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Das hätten die Eschliker Sportvereine auch einfacher haben können: Im Januar reichten sie eine Volksinitiative für eine neue Turnhalle ein – mit fast dreimal so vielen Unterschriften wie erforderlich. Weniger deutlich dann der nächste Schritt: Im Oktober hiessen 56 Prozent der Stimmbürger die Initiative und damit den entsprechenden Architekturwettbewerb gut. Schritt um Schritt. Bis in Eschlikon in neuen Gemäuern geturnt werden kann, dürfte das aktuelle Jahrzehnt Geschichte sein. Dabei hätte es durchaus eine Abkürzung gegeben. Gleich zweimal versenkte die Schulgemeindeversammlung zwei Jahre zuvor nur schon das Aufgleisen einer neuen Turnhalle. Drei Stimmen fehlten der Schulbehörde im ersten Anlauf, der zweite Versuch scheiterte gar an nur gerade zwei Stimmen. Die Sportvereine hätten in der Vergangenheit also gar nicht grossartig mobilisieren müssen, um diese Abstimmungen jeweils locker für sich zu entscheiden. Aber eben. Offenbar turnen Turner in einer Turnhalle lieber, als dass sie darin stundenlange Gemeindeversammlungen absitzen. Überhaupt wird im Hinterthurgau gerne über Sporthallen politisiert und zuweilen auch polemisiert. Über diese Erfahrung verfügen auch die Aadorfer. Sie hingegen mit Happy End: Im Oktober konnten sie ihre neue Dreifachhalle einweihen; ebenfalls nach jahrelangen Querelen. Mit nichts dergleichen musste sich bis anhin Tobel-Tägerschen rumschlagen. Die dortige Turnhalle hat ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Aus der einst angedachten Sanierung ist ein Neubau geworden. Die Verdoppelung des Projektkredites winkten die Stimmbürger im Juni einstimmig durch. Und die Münchwiler? Sie forderten jüngst, dass sie gar nicht über die Sanierung ihrer alten Halle abstimmen dürfen. Auch eine Variante.

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