Die Chronologie

Der Monsterprozess

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20. November 2010 Im Weiler Löwenhaus, der zu Kümmertshausen gehört, findet die Polizei einen Toten. Ein 53-jähriger IV-Rentner, Musiker. Ein exzentrischer Alt-Hippie. Er wurde geknebelt und ist an Händen und Füssen gefesselt. Ein junger Mann hat die Polizei alarmiert. Er wollte dem IV-Rentner spätabends auf dem Nachhauseweg noch Einkäufe vorbeibringen.

Ende 2010/Anfang 2011: Bei der Befragung von Nachbarn und Freunden stellt sich heraus, dass der IV-Rentner Kontakte zu einer Gruppe kurdischer Türken aus St. Gallen hatte.

17. November 2011: Die Polizei schreibt Nurullah D. zur Fahndung aus. Seine DNA wurde am Tatort gefunden. Eine Belohnung von 5000 Franken wird ausge­schrieben.

Anfang 2014: Sechs Männer sitzen in Haft, vier in der Schweiz, einer in Deutschland, einer in der Türkei.

März 2015: Yilmaz B. wird in einem abgekürzten Verfahren, abgetrennt von den übrigen Beschuldigten, wegen Gehilfenschaft zur vorsätzlichen Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wird später für ungültig erklärt, da die Abtrennung nicht rechtmässig war.

April 2015: Das Bundesgericht schickt die verfahrensleitenden Staatsanwälte wegen Anscheins von Befangenheit in den Ausstand.

20. Februar 2017: Vor dem Bezirksgericht Kreuzlingen beginnt der längste und aufwendigste Straf­prozess, den es im Thurgau je gegeben hat. 14 Beschuldigte stehen vor Gericht.