«Die Breitenstrasse ist deswegen nicht überlastet»

Die Zürcherstrasse Ost war 2014 nicht mehr die meist befahrene Strasse im Thurgau. Laut Stadtingenieur Thomas Müller hat sich der Verkehr verlagert.

Markus Zahnd
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Thomas Müller Amtsleiter Tiefbau und Verkehr (Bild: pd)

Thomas Müller Amtsleiter Tiefbau und Verkehr (Bild: pd)

Herr Müller, die Zürcherstrasse Ost war in den vergangenen Jahren oft die meist befahrene Strasse im Thurgau. 2014 aber zählte sie rund 20 Prozent weniger Fahrzeuge. Ist das ein Erfolg – oder haben deshalb andere Strassen unter dem Mehrverkehr gelitten?

Thomas Müller: Weder noch. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich der Gesamtverkehr auf den Frauenfelder Strassen reduziert hat.

Insbesondere die Langfeldstrasse und die Breitenstrasse dürften deutlich stärker frequentiert gewesen sein. Ist das von der Stadt gewollt?

Müller: Mit dem Verkehrskonzept Frauenfeld Ost, das verschiedene Massnahmen enthielt, wurde vor allem die Erschliessung des Entwicklungsgebiets Langdorf sichergestellt. Dass sich dies auch entlastend auf die Zürcherstrasse auswirkt, ist nicht überraschend und ermöglicht einen besseren Verkehrsfluss ins Stadtzentrum.

Gab es auch negative Reaktionen? An der Breitenstrasse gibt es ja auch Wohnhäuser. Und verträgt die Breitenstrasse den zusätzlichen Verkehr überhaupt?

Müller: Überlastungserscheinungen auf der Breitenstrasse treten keine auf. Der Verkehr ist im Verhältnis zu den Hauptachsen weiterhin relativ gering.

Trotz 20 Prozent weniger Verkehr bleibt die Zürcherstrasse Ost die meist befahrene Strasse in Frauenfeld. Sind daher weitere Entlastungsmassnahmen geplant?

Müller: Nein, weitere Massnahmen, um explizit die Zürcherstrasse im Osten Frauenfelds zu entlasten, sind derzeit nicht geplant.

Welches sind nebst der Zürcherstrasse Ost die meist befahrenen Strassen in der Stadt?

Müller: Am meisten Verkehr haben die Hauptachsen durch die Stadt, also folgende: die Zürcherstrasse Ost, die Bahnhofstrasse Ost, die St. Gallerstrasse sowie der Rathausplatz. Dabei handelt es sich übrigens überall um Kantonsstrassen.

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