Die BDP will die Energiewende forcieren

Die BDP Thurgau wertet das Jahr 2015 für sich als «wichtig und wegweisend». Denn es stehen nicht nur eidgenössische, sondern auch kommunale Wahlen an. Thematisch stehen Raumplanung, Familien, Bildung und die Energiewende im Fokus der Bürgerlichen.

Christof Lampart
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Andreas Guhl, Markus Berner und Roland A. Huber informierten gestern auf dem Arenenberg über die Ziele der BDP Thurgau. (Bild: Christof Lampart)

Andreas Guhl, Markus Berner und Roland A. Huber informierten gestern auf dem Arenenberg über die Ziele der BDP Thurgau. (Bild: Christof Lampart)

SALENSTEIN. Kantonalpräsident Markus Berner betonte gestern an der Jahresmedienkonferenz auf dem Arenenberg, die BDP Thurgau wolle bei den eidgenössischen Wahlen mithelfen, «die bürgerliche Mitte zu stärken». Zugleich wolle man in Frauenfeld, Romanshorn und Amriswil den Kampf um wichtige öffentliche Ämter in Behörden und Exekutiven führen.

Direkten Dialog suchen

Der BDP-Fraktionspräsident im Grossen Rat, Andreas Guhl, erlebte 2014 die BDP-Fraktion als «sehr engagiert», verhehlte aber nicht, dass die Partei noch einiges tun müsse, damit ihre Ideen öffentlich bekannter und anerkannt würden. So sei im 2014 die detaillierte BDP-Analyse des Berichts zur Leistungsüberprüfung der kantonalen Verwaltung kaum wahrgenommen worden. Umso wichtiger sei es, dass die Partei zukünftig den direkten Dialog mit der Bevölkerung suche.

Als zentrales kantonales Thema erachtet BDP 2015 die Kulturland-Initiative. Die BDP werde sich für die Volksinitiative einsetzen und Unterschriften sammeln, denn es könne nicht sein, dass «wir einfach weiter auf der grünen Wiese bauen und damit den nächsten Generationen die Zukunft verbauen», so Guhl, welcher im Initiativkomitee auch als Co-Präsident mitarbeitet.

Geld sparen durch Dimmen

«Brennen» – für eine Energiewende mit geordnetem Atomausstieg – tut auch der Gemeindammann von Märstetten, Jürg Schumacher. Anhand der eigenen Gemeinde zeigte er auf, wie man mit kleinen Schritten weiterkommen könne, rüstete doch 2014 Märstetten die Strassenbeleuchtung im Dorf komplett auf LED um. «Klar braucht es, damit die Lampe brennt, gleich viel Strom wie mit einem herkömmlichen Leuchtkörper. Doch durch ein gezieltes Dimmen des Lichtes in der Nacht können wir alleine in Märstetten rund 30 000 Franken jährlich einsparen. Dieses Modell liesse sich sicherlich auch auf andere Gemeinden übertragen und wäre ein weiteres Mosaiksteinchen bei der Umsetzung der Energiewende», so Schumacher.

Roland A. Huber will sich im 2015 nach wie vor aktiv in Bildungsfragen einsetzen. Er hoffe, dass sein Antrag, welcher die Prüfung der Vereinigung von Kantonsschule Kreuzlingen und Pädagogischer Maturitätsschule verlange, dieses Jahr im Grossen Rat behandelt werde. Dabei wäre es sinnvoll, wenn dieses Vorhaben gemeinsam mit dem Antrag Gesamtkonzept Thurgauer Mittelschulen – der ebenfalls von ihm eingereicht wurde – behandelt werden würde. Denn so könnten Grundlagen geschaffen werden, welche es erlaubten, die kantonalen Finanzmittel effizienter einzusetzen, bemerkte Huber. Dennoch sollte in der Bildung die Sparschraube nicht zu stark angezogen werden. Sollte die Leistungsüberprüfung zu radikal ausfallen, so behalte es sich die BDP vor, «auf parlamentarischer Ebene zu intervenieren», so Huber.