Die Archäologen tauchen wieder auf

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Archäologie In diesen Tagen werden die Einrichtungen des Amtes für Archäologie am Nussbaumersee zurückgebaut und nach einem Kontrolltauchgang in Steckborn alle Arbeiten eingestellt. Mit der wärmeren Saison kehrt nun unter und über Wasser wieder mehr Leben ein, teilt das Thurgauer Amt für Archäologie mit.

Dieses führe am und im Wasser seit 1980 Dokumentationsarbeiten durch. Dass sich dabei der ohnehin reiche und schon lange bekannte Bestand an Fundstätten mit relativ guter Erhaltung auch am Bodensee noch vermehre, sei überraschend.

Zahlreiche Daten und Funde gesammelt

Infolge Eisbildung auf dem Nussbaumersee wurde in den Monaten Januar und Februar – sofern es denn Wind und Wellen erlaubten – im Raum Güttingen Tauchgänge ausgeführt; diese galten den bereits früher festgestellten mittelalterlichen und bronzezeitlichen Siedlungsspuren im Umkreis des sogenannten «Mäuseturms», einem kleinen Unterwasserhügel vor Güttingen. «Im März konnten dann die Arbeiten im Nussbaumersee aufgenommen werden, die vor allem einer Zustandsbeurteilung der Fundstellen des Unesco-Welterbes galten», heisst es in einer Mitteilung. «An beiden Orten konnten zahlreiche Daten und auch Funde gesammelt werden.»

Die Taucharbeiten des Amtes seien erstmals nach den neuen, verschärften Regeln des Bundesamtes für Gesundheit erfolgt; so hätten Vorbereitungen, Abläufe und Ausrüstungen wesentlich angepasst werden müssen. Die Mitarbeiter seien dabei im Wasser von temporär eingesetzten Tauchern unterstützt worden. Die neuen Arbeitsbedingungen hätten sich insgesamt bewährt, die Vermessungsarbeiten konnten durch neue elektronische Hilfsmittel vereinfacht werden. (red)