«Die Ansteckungsgefahr ist gross»

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Aadorf Mit der Frage, wie sich Dorfkerne aufwerten lassen, beschäftigte sich diese Woche auch die Kommission «Siedlung und Landschaft» der Regio Wil; sie führte eine Exkursion für Behörden nach Kirchberg und Aadorf durch.

«Wissen aus der Region für die Region lautet das Motto», sagte Kommissionspräsident Kurt Baumann vor rund zwei Dutzend Teilnehmenden. «Jedes Dorf ist anders, was gut ist. Trotzdem können wir vonein­ander lernen. Also sollten wir das tun.»

Aadorf, die einwohnermässig grösste Hinterthurgauer Gemeinde, hat bereits vor 20 Jahren eine Zentrumsentwicklung realisiert. Um einen zentralen Platz sind mehrere gutfrequentierte Gebäude angesiedelt: Gemeindehaus mit Kulturzentrum, zwei Banken, die Ludothek und Einkaufsläden wie Migros, Denner und ein Kiosk. Beim Gemeindehaus befindet sich zudem eine Polizeistation. Unter dem Platz führt eine Fussgängerunterführung auf die andere Strassenseite, weil die Kantonsstrasse das Zentrum durchquert. Der durchschnittliche tägliche Verkehr auf dieser Strasse liegt bei rund 7500 Fahrzeugen.

Gemeindepräsident sieht neue Möglichkeiten

Laut Gemeindepräsident Matthias Küng könnten sich nun neue Möglichkeiten ergeben. Einerseits trage man sich mit dem Gedanken, die ebenfalls in diesem Bereich angesiedelte Feuerwehr und Elektra an einen anderen Standort umzusiedeln. Anderseits stehe man mit dem Kanton in Kontakt, um die Strassensituation neu zu betrachten (siehe Haupttext). Aus all dem ergebe sich Potenzial zu einer neuerlichen Zentrumsaufwertung.

Was dies bedeuten kann, illustriert der sanierte Kirchplatz. Er verbindet die katholische und evangelische Kirche, die wenige hundert Meter auseinander liegen. Auch hier trennt eine Strasse das Gelände. «Durch die Neugestaltung ist der alte Dorfkern wieder zum Platz der Begegnung geworden», sagt Matthias Küng. Das wiederum habe private Eigentümer veranlasst, auch bei ihren Liegenschaften und Gärten positive Veränderungen vorzunehmen. «Die Ansteckungsgefahr ist gross.» (hs)