Die Anklage hat das Wort im FlowTex-Prozess

FRAUENFELD. Im FlowTex-Prozess vor dem Bezirksgericht Frauenfeld ist mittlerweile die Befragung der Angeklagten sowie von Zeugen abgeschlossen. Am Montag beginnen die Plädoyers der Anklage. Die Verhandlung setzt sich bis im Dezember fort. Die Urteilseröffnung ist auf Ende Januar terminiert worden.

Drucken
Teilen

Im FlowTex-Prozess vor dem Bezirksgericht Frauenfeld ist mittlerweile die Befragung der Angeklagten sowie von Zeugen abgeschlossen. Am Montag beginnen die Plädoyers der Anklage. Die Verhandlung setzt sich bis im Dezember fort. Die Urteilseröffnung ist auf Ende Januar terminiert worden.

In dem auf 20 Tage angesetzten Prozess will die Thurgauer Staatsanwaltschaft beweisen, dass unrechtmässige Gewinne aus den FlowTex-Betrügereien später in der Schweiz gewaschen wurden. Der Fall war bereits im Jahr 2000 in Deutschland aufgeflogen.

In der Verhandlung vor dem Bezirksgericht Frauenfeld geht es um ein Grundstück samt Villa in St. Moritz, um Gelder in Millionenhöhe, die in bar auf ein Nummernkonto einer St.Galler Privatbank einbezahlt wurden, um die Yacht Magic und um vier Chagall-Bilder, die inzwischen von der Zürcher Staatsanwaltschaft aufbewahrt werden.

Fünf Beschuldigte

Angeklagt sind die Ex-Frau des ehemaligen FlowTex-Geschäftsführers, der ehemalige Geschäftsführer, die beiden Kinder des Paares sowie ein Anwalt aus dem Kanton St.Gallen, der für die Ex-Frau tätig war. Ihnen werden unter anderem Geldwäscherei, Veruntreuung oder Betrug vorgeworfen. Der Prozess begann am 5. Oktober in der des Frauenfelder Bildungszentrums. Bei der Klärung von Vorfragen schloss das Gericht etwa die Anklage wegen Steuerdelikten gegen den Anwalt aus dem Prozess aus. (sda)