Die Altstadt wird zum Wohnzimmer

FRAUENFELD. Zur Begegnungszone führte die Stadt im Frühherbst eine Umfrage durch unter Altstadtbesuchern, Detaillisten und Gastronomen. Gestern informierten die Zuständigen vor Ort über die erfreulichen Resultate. Eine zweite Befragung wird im Januar stattfinden.

Mathias Frei
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Schauen in Sachen Begegnungszone positiv in die Zukunft: Elisabeth Steiner (IG Fit), Stadtpräsident Anders Stokholm und Stadtentwickler Heinz Egli. (Bild: Mathias Frei)

Schauen in Sachen Begegnungszone positiv in die Zukunft: Elisabeth Steiner (IG Fit), Stadtpräsident Anders Stokholm und Stadtentwickler Heinz Egli. (Bild: Mathias Frei)

Jedermann findet die Begegnungszone in der Altstadt toll. Dieses Fazit lässt sich ziehen, wenn man die gestern präsentierten Umfrageresultate hört. Im Auftrag der Stadt führte die Firma Swiss Brand Experts insgesamt 80 Interviews durch mit Altstadtbesuchern, Detaillisten und Gastronomen. 40 Befragungen fanden vergangenen Mai statt vor Einführung der Begegnungszone, weitere 40 im Frühherbst. Für Januar sind weitere Interviews geplant. «Die aktuellen Resultate spielen uns zwar in die Hand. Aber wir wollen noch einmal genau hinhören, ob die Begegnungszone auch im Winter funktioniert», sagt Stadtpräsident Anders Stokholm.

Die Chancen gepackt

«Die Idee der Begegnungszone ist aufgenommen worden, Detaillisten, Gastronomen, Vereine und Altstadtbesucher haben zusammen mit der Stadt und der IG Frauenfelder Innenstadt (IG Fit) die Chancen gepackt, die sich boten», stellt Stadtpräsident Stokholm fest. Die diversen Veranstaltungen und Aktivitäten, das aber erst der Anfang. Die Begegnungszone solle in die ganze Stadt ausstrahlen, sagt Stokholm. Auch wenn es nach Elisabeth Steiner (IG Fit) geht, muss man den eingeschlagenen Weg weitergehen. Dabei sei es wichtig, auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

«Die Begegnungszone ist akzeptiert», bilanziert Heinz Egli, Amtsleiter Stadtentwicklung und Standortförderung. Die von ihm präsentierten Umfrageresultate zeigen die Altstadt in einem ganz neuen Licht. Die Altstadt wird als intimer und zugleich repräsentativer Ort wahrgenommen. Den Leuten kommen die zwei Strassenzüge wie ein elegantes Wohnzimmer vor. «Es scheint, als werde die Altstadt neu entdeckt», sagt Egli. Auch das neue, entschleunigte Tempo wird positiv wahrgenommen. Man habe Zeit für den Einkauf, dabei aber auch Erwartungen an die Gewerbetreibenden. Und vermisst würden Läden des täglichen Bedarfs.

Gastronomen profitierten

Auch die befragten Detaillisten würden die definitive Einführung der Begegnungszone befürworten – obschon die Umsätze nicht merklich gestiegen seien. Laut Interviews konnten vor allem die Gastronomen profitieren. Die Atmosphäre auf den Strassen sei anders geworden, antworteten sie. Was die Verkehrsfrequenz in der Altstadt betrifft, so seien weder mehr noch weniger Autos gezählt worden, stellt Heinz Egli fest.

Der definitive Entscheid über die Begegnungszone muss laut Stadtpräsident Stokholm wohl nächsten März fallen. So wäre eine nahtlose Weiterführung des Verkehrsregimes im Mai möglich.

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