Die Aktbilder des Urgesteins

AADORF. Vergangenes und kommendes Wochenende steht das Aadorfer Areal Rotfarb ganz im Zeichen der Kunst. Zehn Künstler stellen aus. Unter ihnen der Wallenwiler Maler und Musiker Hardy Hepp. Zur Vernissage kam auch sein einstiger Bandleader Pepe Lienhard.

Kurt Lichtensteiger
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Bandleader Pepe Lienhard posiert vor einem Gemälde seines einstigen Solisten Hardy Hepp. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Bandleader Pepe Lienhard posiert vor einem Gemälde seines einstigen Solisten Hardy Hepp. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

«Bilder, Skulpturen und Urgestein» betitelte Organisator und Kunstliebhaber Kurt Gerber die diesjährige Ausstellung. In seiner Begrüssung zur Vernissage stellte er am Wochenende das Wort «Urgestein» denn auch in einen verständlichen Kontext.

Es sollte eine treffende Bezeichnung für Anwesende sein, die im ehemaligen Fabrikgebäude einen gelungenen Auftritt hatten. Peter Gall, seit 40 Jahren Lehrer in Aadorf, war einer davon. Zum Auftakt überraschte er mit einer gesanglichen Laudatio der besonderen Art, denn für jeden Künstler hatte sich das Urgestein eine auf die Person abgestimmte Melodie ausgewählt und diese leidenschaftlich mit seiner Gitarre vorgetragen. Zweifelsohne eine einfallsreiche und auch spektakuläre Inszenierung.

Akte erstmals ausgestellt

Unter den vorgestellten zehn Künstlerinnen und Künstlern nahm der Musiker und Maler Hardy Hepp als «Special Guest» eine besondere Stellung ein. Der 71-Jährige aus Wallenwil – auch er ein Urgestein – verblüffte mit seinen erstmals ausgestellten Frauenakten, sowohl Zeichnungen als auch Gemälde.

In die Reihe der Urgesteine lässt sich schliesslich noch Gaby Gerber zählen, die als Malerin und Hausherrin auch diesmal einen Querschnitt aus ihrem Schaffen zeigt. Kunst nur mit Können zu definieren, wäre zu kurz gegriffen. Die Formen und Farben in Einklang zu bringen und dem Betrachter Gelegenheit zur Inspiration zu bieten, dies nutzten auch die übrigen Aussteller nach Belieben. Vor und nach der Vernissage mit Apéro hatten die Besucher die Gelegenheit zum Besuch der sehenswerten Ausstellung.

Kabarett im Rahmenprogramm

Gar manche Augen weiteten sich bei der Betrachtung der zahlreichen Exponate. Dazu zählte etwa die Kunsthandwerkerin Maddy Gaupp-Ehrensberger aus Homburg. «Das Ambiente hier in diesen historischen Räumen ist schon speziell schön und einladend. Auffallend auch die Vielfalt der ausgestellten Kunstwerke, die gekonnt in Szene gesetzt worden sind», schwärmte die ehemalige Aadorferin. Gelegenheit, den Ort der Kontemplation zur stillen Einkehr aufzusuchen, gibt es auch über das nächste Wochenende. Massentauglicher war hingegen das gestrige Rahmenprogramm. Den Kabarettabend «Solo mit Urne» unter dem sinnigen Titel «Der Tod ist doch das Letzte!» bestritt nämlich Wolfgang Weigand, Theologe und Kabarettist. Und dies erst noch bei freiem Eintritt.

www.arealrotfarb.ch