Dickenmann verlässt TKB

Weinfelden Werner Dickenmann tritt per 31. Mai 2017 aus dem Bankrat der Thurgauer Kantonalbank (TKB) zurück. Der ehemalige Frauenfelder SVP-Kantonsrat war seit 2008 Mitglied des Gremiums. Sein Rücktritt erfolgt laut TKB aus Altersgründen.

Merken
Drucken
Teilen

Weinfelden Werner Dickenmann tritt per 31. Mai 2017 aus dem Bankrat der Thurgauer Kantonalbank (TKB) zurück. Der ehemalige Frauenfelder SVP-Kantonsrat war seit 2008 Mitglied des Gremiums. Sein Rücktritt erfolgt laut TKB aus Altersgründen. Er wurde zweimal im Amt bestätigt; zuletzt diesen Frühling. Der diplomierte Baumeister ist Aktuar des Bankrates. Er wirkt im Strategieausschuss der Bank mit, der 2015 mit dem Bankausschuss zusammengelegt worden ist.

Der Regierungsrat leitet nach eigenen Angaben «nun unverzüglich die Kandidatensuche ein». Beim Anforderungsprofil legt der Regierungsrat wenig Wert auf die Parteizugehörigkeit. Diese zählt er ebenso wie den Wohnort Thurgau zu den «subsidiären Anforderungen». Wichtiger seien «Schlüsselfunktionserfahrung im Bereich der Informationstechnologie sowie Know-how bezüglich Digitalisierung, E-Kanäle, Prozesse und Kundenmanagement in einer digitalen Wirtschaftswelt». Die Kandidatin oder der Kandidat habe überdies über relevante Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich zu verfügen.

SVP beansprucht Sitz

Anders sieht das die SVP. «Die SVP Thurgau erhebt auf jeden Fall Anspruch auf diesen Sitz», teilt Fraktionspräsident Stephan Tobler. «Es ist wichtig, dass im Bankrat der TKB auch die Bevölkerung vertreten ist. Die Parteien repräsentieren die Bevölkerung. Unsere Fraktion ist mehr als doppelt so gross wie die zweitgrösste Fraktion und vertritt somit auch einen entsprechenden Wähleranteil. Deshalb ist der Anspruch legitimiert, und wir werden alles unternehmen, um den Sitz wieder zu besetzen.»

Gemäss den dieses Frühjahr zuletzt bestätigten gesetzlichen Regeln hat der Regierungsrat ein Vorschlagsrecht für die Wahl der Mitglieder des Bankrates. Die Wahl selber obliegt dem Grossen Rat. Mittels einer Botschaft an den Grossen Rat wird er im Frühjahr 2017 dem Grossen Rat einen Wahlvorschlag unterbreiten. Die Wahl durch den Grossen Rat ist im April 2017 geplant. (wu)