Deutschland einfach

SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler wechselt ab November als Programmdirektorin zum MDR.

Marco Zala
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Nathalie Wappler SRF-Kulturchefin (Archivbild: Michel Canonica)

Nathalie Wappler SRF-Kulturchefin (Archivbild: Michel Canonica)

Frau Wappler, Sie sind früher bereits für 3sat und ZDF tätig gewesen. Was zieht Sie zurück nach Deutschland?

Nathalie Wappler: Die Intendantin des MDR hat mir ein sehr gutes Angebot gemacht, das ich nicht ausschlagen konnte. Der Sender hat mit Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ein viel grösseres Sendegebiet als SRF, damit ist auch eine noch vielfältigere Themenauswahl möglich.

Würden Sie demnach von einem Aufstieg sprechen?

Wappler: Ja, das ist es auf jeden Fall. Zumal ich für die trimediale Kulturabteilung eines ausgedehnteren Gebietes als der Deutschschweiz zuständig sein werde.

Wie hat das SRF reagiert?

Wappler: Viele Kollegen haben sich für mich gefreut. Es war eine Mischung aus Freude und Schwermut.

Was sind Ihre Ziele beim MDR?

Wappler: Zuerst werde ich mich einleben müssen. Danach besteht meine Hauptaufgabe darin, den Aufbau und die Umsetzung der Trimedialität, also das Zusammengehen von Radio, TV und online, bei MDR Kultur voranzutreiben. Bei SRF haben wir diese Umstellung bereits vollzogen.

Sie sind in Kreuzlingen aufgewachsen. Haben Sie noch einen Bezug?

Wappler: Meine Mutter wohnt noch immer in Kreuzlingen, und meine Schwester lebt in Tägerwilen. Die Nähe zur Grenze während meiner Kindheit hat mich geprägt. Für mich ist ein Wechsel nach Deutschland möglicherweise einfacher als für einen Innerschweizer.

Müssen Sie auf Geld verzichten?

Wappler: Rein numerisch betrachtet, verdient man in Ostdeutschland sicherlich schlechter als in der Schweiz. Allerdings sind dort auch die Lebenskosten viel tiefer.

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