Der Zivilschutz erhält einen Neubau

FRAUENFELD. Das kantonale Ausbildungszentrum Galgenholz entspricht nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen des Bevölkerungsschutzes. Ein Neubau soll im Zeichen der Sicherheit drei einfache Holzpavillons ersetzen. Dafür muss der Grosse Rat 5,2 Millionen Franken bewilligen.

Silvan Meile
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Regierungsrätin Carmen Haag, kantonale Bauchefin, zeigt Amtskollegin Cornelia Komposch, Chefin des Departements Justiz und Sicherheit, wo auf dem Gelände im Galgenholz der Neubau des Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz zu stehen kommt. (Bild: Donato Caspari)

Regierungsrätin Carmen Haag, kantonale Bauchefin, zeigt Amtskollegin Cornelia Komposch, Chefin des Departements Justiz und Sicherheit, wo auf dem Gelände im Galgenholz der Neubau des Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz zu stehen kommt. (Bild: Donato Caspari)

Die Gebäude im Galgenholz, nördlich von Frauenfeld, sind in die Jahre gekommen. Aus einer Gruppe von mehreren einfachen Holzpavillons entstand anfangs der 70er-Jahre das Ausbildungs- und Kompetenzzentrum des Bevölkerungsschutzes. Später kamen weitere Gebäude hinzu.

Nun sollen drei einstöckige Pavillons, die in jener Zeit erstellt wurden, abgebrochen und durch einen grösseren, doppelstöckigen Neubau ersetzt werden. «Die Haustechnik ist überaltert und die Gebäude weisen erhebliche energetische Mängel auf», sagt Regierungsrätin Cornelia Komposch, Vorsteherin des Departementes für Justiz und Sicherheit. «Unzumutbar und nicht geschlechtergetrennt» seien die Sanitärräume, die Küche sei unbrauchbar.

5,2 Mio. im Voranschlag 2016

Das kantonale Amt für Bevölkerungsschutz betreibt das Ausbildungszentrum Galgenholz. An rund 160 Tagen im Jahr werde das Gelände genutzt, sagt Amtschef Urs Alig. Der Zivilschutz, die Feuerwehr, die Polizei und der Rettungsdienst nutzten das Gelände für ihre Ausbildungen. «Das Kompetenzzentrum trägt erheblich zur Sicherheit im Kanton Thurgau bei», betont Alig am Freitag vor den Medien.

Ein Ersatzbau sei eine nachhaltigere Lösung als eine Gesamtsanierung. Das habe eine Studie ergeben. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Unterhalt der Gebäude von Jahr zu Jahr kostenintensiver werde. Mit dem geplanten Neubau sollen auch Platzproblem behoben werden. Das in der heutigen Zeit geforderte Ausbildungsangebot könne mit den zur Verfügung stehenden Flächen nicht gewährleistet werden. Für den geplanten Neubau beantragt der Regierungsrat beim Grossen Rat mit dem Budget 2016 einen Kredit von 5,2 Millionen Franken. Ende 2017 soll das neue Gebäude im Galgenholz eingeweiht werden können.

Kantonale Energieeffizienz

Kantonsbaumeister Erol Doguoglu spricht von einem pragmatischen, einfachen Zweckbau, der zum Gelände Galgenholz passe. Aus ökologischen Gründen soll es ein Holzbau sein. Wie bei kantonseigenen Bauten üblich, wird Wert gelegt auf eine besonders gute Energieeffizienz. Der Bau werde einen Minergie-P Standard einhalten.

Anfangs 2015 führte der Kanton einen öffentlichen Architekturwettbewerb durch. Für das gestern vorgestellte Bauprojekt zeichnen die Totalunternehmerin Krattiger Holzbau aus Amriswil und das Architekturbüro Grosjean aus Kreuzlingen verantwortlich, erklärt Regierungsrätin Carmen Haag, Vorsteherin des Departements für Bau und Umwelt. Das geplante Gebäude besteht aus einer einfachen und teilweise offenen Holzstruktur auf einer Bodenplatte in Ortbeton. Die Lage des Ersatzbaus sei so gewählt, dass die bestehenden Bäume auf dem Gelände stehen bleiben.