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Der Wächter am Eingang der Altstadt

Wieso ist auf der Fassade des Hauses Gambrinus ein Bild aufgemalt, wer hat es geschaffen und was bedeutet es?
Markus Zahnd
Der Stadtwächter auf der Südfassade des Hauses Gambrinus. (Bild: Markus Zahnd)

Der Stadtwächter auf der Südfassade des Hauses Gambrinus. (Bild: Markus Zahnd)

Wieso ist auf der Fassade des Hauses Gambrinus ein Bild aufgemalt, wer hat es geschaffen und was bedeutet es?

Es ist laut Denkmalpflege eines der ältesten Gebäude der Stadt, das Haus Gambrinus am Rathausplatz. Entsprechend wird es als «besonders wertvoll» eingestuft. Eine Besonderheit bietet sich auch auf der Südfassade. Dort ist das Fresko «Holdertor». Abgebildet ist ein Mann, der mit einer Hellebarde über der Stadt wacht.

Im Besitz der Bürgergemeinde

«Der sogenannte Stadtwächter symbolisiert den Eingang zur Altstadt», weiss Thomas Pallmann, 1978 bis 2008 Stadtschreiber und 1991 bis 2011 Bürgerpräsident. Das Motiv sei auch auf Wappen von Frauenfelder Familien abgebildet. Geschaffen hat das Bild am Haus Gambrinus 1982 der Künstler Jacques Schedler – im Auftrag der Thurgauer Kantonalbank. Denn zu jener Zeit gehörte das Haus der TKB. Die Bank ist im Erdgeschoss zwar noch mit zwei Bancomaten im Haus Gambrinus vertreten, seit 1999 gehört das Gebäude aber wie das Rathaus der Bürgergemeinde.

«Das Haus musste restauriert werden, nachdem das Volk in einer Abstimmung glücklicherweise den Abbruch des Gebäudes verhindert hatte», sagt Pallmann. Das ehemalige Gasthaus Bären allerdings wurde abgerissen. «So entstand auf der Südseite des Hauses Gambrinus eine leere Fassade.» Wie Pallmann weiter erzählt, war zu dieser Zeit Max Steiner Direktor der TKB, und gleichzeitig Bürgerpräsident. «Das war eine glückliche Fügung», sagt Pallmann. Die TKB erteilte dann Jacques Schedler den Auftrag, die Fassade zu gestalten. Die Fassadenmalerei auf der Ostfassade wurde ebenfalls 1982 wieder hergestellt.

In Paris und Zürich

Schedler wurde 1927 in Bürglen geboren, er war Maler und Zeichner. Er studierte unter anderem in Paris und wohnte danach in Zürich. Anfang der 1960er-Jahre zügelte er dann nach Warth. Schedler illustrierte für den «Nebelspalter» und zeichnete Kinderbücher. Mit zunehmendem Alter widmete er sich vermehrt der Malerei und gestaltete nebst dem Fresko am Gambrinus auch diverse Glasfenster in Ostschweizer Kirchen. Er starb 1989.

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