Der Verkehr soll in den Berg

FRAUENFELD. Der Kanton lässt abklären, ob und wie ein Tunnel von Messenriet Richtung Aumühle realisierbar ist. Dieser soll Frauenfeld vom Verkehr entlasten. Die Machbarkeitsstudie liegt bis Herbst 2013 vor.

Stefan Hilzinger
Merken
Drucken
Teilen
Das Gebiet Espi/Walzmühle gilt als landschaftlich sensibel. Die Machbarkeitsstudie prüft, wo genau die Entlastungsstrasse gebaut werden soll. (Bild: Stefan Hilzinger)

Das Gebiet Espi/Walzmühle gilt als landschaftlich sensibel. Die Machbarkeitsstudie prüft, wo genau die Entlastungsstrasse gebaut werden soll. (Bild: Stefan Hilzinger)

Der Thurgauer Regierungsrat hat zwei Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben: eine für die Stadtentlastung Frauenfeld, eine für die Verkehrsentlastung von Matzingen. «Die beiden Vorhaben hängen zusammen», erklärt Kantonsingenieur Andy Heller (siehe Kasten).

Für die verkehrsmässige Entlastung der Stadt Frauenfeld steht nach dem Scheitern des Projektes F21 ein Tunnel von Messenriet bis ins Gebiet Walzmühle/Aumühle im Zentrum. Die Firma Ernst Basler + Partner aus Zürich klärt nun im Auftrag des Kantons ab, ob und wie sich ein solcher Tunnel realisieren lässt. Die Machbarkeitsstudie kostet 162000 Franken.

Sensible Landschaft

Die grobe Linienführung des Tunnels ist seit 2011 im Richtplan Siedlung und Verkehr der Stadt Frauenfeld festgelegt. Fraglich ist insbesondere, wo das südöstliche Portal des Tunnels zu liegen kommen soll und wo genau die Entlastungsstrasse in die jetzige St. Gallerstrasse einmündet. «Für die sensible Landschaft Walzmühle/Espi erwarten wir mehrere Vorschläge», sagt Kantonsingenieur Heller. Die Fachleute aus Zürich klärten dabei nicht nur technische Fragen ab, sondern würden auch ökologische und städtebauliche Aspekte berücksichtigen.

Flankierende Massnahmen

Die Stadtentlastung ist ein gemeinsames Projekt von Kanton und Stadt. In der Projektleitung sitzt nebst Kantonsingenieur Andy Heller unter anderem auch Thomas Kieliger, der seit Herbst für die Stadt die Infrastrukturprojekte Bahnhof, Innenstadt und Stadtentlastung koordiniert. «Wir überlegen uns punkto Stadtentlastung, wie die flankierenden Massnahmen auf den Einfallsachsen aussehen könnten», sagt Kieliger. Diese seien von der Wirkung der Entlastung abhängig.

Der Stadtrat hat sich zum Ziel gesetzt, noch vor Ende Legislatur über das Projekt abstimmen zu lassen. Die Kosten werden auf 210 Millionen Franken geschätzt, wovon die Stadt rund einen Viertel zu tragen hätte. Wie hoch die Kosten tatsächlich sind, soll die Machbarkeitsstudie ebenfalls aufzeigen.

Resultate der Studie sind laut Heller im Herbst zu erwarten.