Der Trommler juriert seit 25 Jahren

80 Juroren aus der ganzen Schweiz bewerten am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest in Frauenfeld die Wettspielvorträge. Roland Kammermann aus Balterswil ist einer von ihnen.

Hans-Günter Walter
Drucken
Teilen
Juror Roland Kammermann auf dem Platz des künftigen Festzentrums in Frauenfeld. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Juror Roland Kammermann auf dem Platz des künftigen Festzentrums in Frauenfeld. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

BALTERSWIL. Bei den Auftritten der 3000 Musikanten am Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfest vom 12. Juni in Frauenfeld ist trotz der professionellen Darbietung auch Nervosität im Spiel. Monatelang haben die Akteure ihre Wettspielvorträge einstudiert, um sich mit anderen Teilnehmern zu messen.

Trommeln mit neun Jahren

In 46 Wettspiellokalen werden die Vorträge von 80 Juroren bewertet. Einer von ihnen ist der 47jährige Roland Kammermann aus Balterswil. Schon im Alter von neun Jahren war er von der Trommelkunst begeistert. Seine Mutter hat diese Ambitionen unterstützt, und so ist er den Stadttambouren Wil beigetreten. «Trommeln ist eine einzigartige und sehr schwierige Kunst. Dies als Kind zu lernen, ist sehr langwierig und braucht Durchhaltewillen», sagt Roland Kammermann.

Kammermann gibt sich dem Tambourenspiel mit Faszination hin. Er ist ein begeisterter Gruppenspieler und Teamplayer. Dies setzt aber die entsprechende Fähigkeit als Einzelspieler voraus. In seiner Zeit bei den Wiler Stadttambouren war der Festsieg in der Höchstkategorie der Tambourensektionen am eidgenössischen Tambourenfest in Burgdorf 1986 ein ultimativer Höhepunkt. In den nahezu 40 Jahren Vereinszugehörigkeit sind weitere Erfolgserlebnisse dazugekommen.

Rhythmus und Trommeltechnik

Der Schweizerische Tambouren- und Pfeiferverband bildet Juroren in anspruchsvollen Kursen aus. Seit nunmehr 25 Jahren ist Roland Kammermann als Juror an Tambourenwettkämpfen im Einsatz.

Ein ausgeprägtes Gefühl für Rhythmus, Dynamik und Trommeltechnik sowie gutes Notenverständnis werden für diese Aufgabe vorausgesetzt. «Die meisten Juroren sind ehemalige Tambouren oder Bläser und machen diese wertvolle Arbeit aus reinem Idealismus», weiss Roland Kammermann.

Die Trommeltechnik beim Wettspielvortrag wird sehr zentral bewertet. Die Musikalität und der Gesamteindruck eines Vortrages entstehen aber mit der harmonischen Übereinstimmung von Rhythmik und Dynamik, sagt Juror Roland Kammermann.

Aktuelle Nachrichten