Der Todesschütze von Amriswil

Ende eines langen Nachbarschaftsstreits in Amriswil: Am 29. Oktober 2013 schiesst ein 58jähriger Schweizer mehrmals auf seinen 53jährigen ausländischen Nachbarn. Schon kurz nach der Tat nimmt die Kantonspolizei Thurgau den mutmasslichen Täter fest.

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Ende eines langen Nachbarschaftsstreits in Amriswil: Am 29. Oktober 2013 schiesst ein 58jähriger Schweizer mehrmals auf seinen 53jährigen ausländischen Nachbarn. Schon kurz nach der Tat nimmt die Kantonspolizei Thurgau den mutmasslichen Täter fest. Der Streit habe schon länger geschwelt, erzählen Hausbewohner. Mehrmals habe sich der Schweizer beklagt, er werde vom Nachbarn, der über ihm wohnte, durch übermässigen Lärm in seiner Ruhe gestört. Er warf ihm etwa vor, mitten in der Nacht Möbel zu verschieben.

Am Tag, als die tödlichen Schüsse fallen, hätte der mutmassliche Täter seine Wohnung räumen müssen. Die Verwaltung hatte ihm den Mietvertrag gekündigt, da es immer wieder Probleme zwischen ihm und den übrigen Hausbewohnern gegeben habe. Der Schweizer sei jedoch überzeugt gewesen, die Reklamationen seines Nachbarn hätten zu der Kündigung des Mietvertrages geführt. Einen Tag nach der tragischen Schiesserei stirbt das Opfer an den Folgen seiner Verletzungen.

Die Staatsanwaltschaft Bischofszell eröffnet eine Strafuntersuchung gegen den Beschuldigten. Das Strafverfahren sei nach wie vor hängig, sagt Stefan Haffter, der Sprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft. Es sei aber kurz vor dem Abschluss. Der Zeitpunkt der Anklageerhebung stehe noch nicht fest. (san)