Der Thurgau wächst weiter durch Zuzüger

FRAUENFELD. Seit Jahren sind die Zuzüger in den Thurgau gegenüber den Wegzügern in der Überzahl. Das liess die Bevölkerung im Kanton erwartungsgemäss im vergangenen Jahr wieder anwachsen. Per Ende 2014 zählte die kantonale Dienststelle für Statistik erstmals 262 000 Einwohner.

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FRAUENFELD. Seit Jahren sind die Zuzüger in den Thurgau gegenüber den Wegzügern in der Überzahl. Das liess die Bevölkerung im Kanton erwartungsgemäss im vergangenen Jahr wieder anwachsen. Per Ende 2014 zählte die kantonale Dienststelle für Statistik erstmals 262 000 Einwohner. Für das Bevölkerungswachstum im Thurgau ist die Zuwanderung deutlich entscheidender als der Geburtenüberschuss. Im vergangenen Jahr betrug die Nettozuwanderung (Zuzüge minus Wegzüge) im Thurgau 2820 Personen, wie aus einer gestern veröffentlichten Statistik des Kantons hervorgeht. Der Geburtenüberschuss (Geburten minus Todesfälle) belief sich im selben Jahr auf 706 Personen.

2510 zogen ins Ausland

Aus dem Ausland wanderten 3760 Personen in den Thurgau ein. Weitere 965 Personen zählen ebenfalls zur Einwanderung, weil sie von der nicht-ständigen zur ständigen Wohnbevölkerung wechselten. Das betrifft Personen im Asylwesen oder Ausländer mit Kurzaufenthaltsbewilligungen. Gleichzeitig wanderten im vergangenen Jahr 2510 Personen ins Ausland aus. Dieser Thurgauer Wanderungssaldo mit dem Ausland bewegt sich im Vergleich zu anderen Kantonen im Mittelfeld.

Weniger aus anderen Kantonen

Der Thurgau fiel in den vergangenen Jahren jeweils mit einem sehr hohen Anteil an Netto-Zuzügern auf, die aus anderen Kantonen kamen. Im Jahr 2014 hat sich diese Zahl mit 610 Personen jedoch im Vergleich zu 2013 halbiert. «Auch wenn die Nettozuwanderung etwas nachliess, bleibt der Thurgau ein beliebter Zuzugskanton. Nur in den Kantonen FR, ZG, BL und AG war der interkantonale Wanderungssaldo noch höher», heisst es in der Mitteilung. Noch viel häufiger ziehen die Thurgauer innerhalb des Kantons um. Knapp 10 000 Personen wechselten ihren Wohnsitz in eine andere Thurgauer Gemeinde. «Bei 46 Prozent aller Neuanmeldungen handelte es sich um Zuzüge aus einer anderen Thurgauer Gemeinde, während Zuzüge aus einem anderen Kanton 32 Prozent ausmachten und jene aus dem Ausland 22 Prozent», schreibt die Dienststelle für Statistik. (sme.)