Der Thurgau ist nicht allein

Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren hat 2004 die Strategie zum Sprachenunterricht beschlossen. Dieser sieht vor, dass spätestens bis zur 5. Klasse der Unterricht von mindestens zwei Fremdsprachen begonnen haben muss, wobei eine der Fremdsprachen eine Landessprache sein muss.

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Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren hat 2004 die Strategie zum Sprachenunterricht beschlossen. Dieser sieht vor, dass spätestens bis zur 5. Klasse der Unterricht von mindestens zwei Fremdsprachen begonnen haben muss, wobei eine der Fremdsprachen eine Landessprache sein muss. Der Thurgau ist nicht der einzige Kanton, der vom Sprachenkompromiss ausschert. Der Kanton Appenzell Innerrhoden kennt nur Englisch als Fremdsprache in der Primarschule. Im Kanton Aargau beginnt der Unterricht der zweiten Fremdsprache erst in der sechsten Klasse. Im Kanton Uri, wo Italienisch und nicht Französisch unterrichtet wird, ist die Landessprache nur als Wahlpflichtfach vorgesehen. In den Kantonen Graubünden und Luzern sind Volksinitiativen zustande gekommen, die den Unterricht von nur einer Fremdsprache in der Primarschule fordern. In Nidwalden ist eine solche Initiative vom Volk abgelehnt worden. Im Kanton St. Gallen gibt es ebenfalls die Forderung, nur eine Fremdsprache in der Primarschule zu unterrichten. Doch dafür muss der Kanton zuerst aus dem Harmos-Konkordat aussteigen. Eine entsprechende Initiative ist inzwischen zustande gekommen. Sie soll voraussichtlich im September dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. (mvl)