Der Strom wird für alle teurer

Die Elektra-Genossenschaft Guntershausen will keinen Anschluss an das Elektrizitätswerk Aadorf. Dieser Entscheid scheiterte nur ganz knapp an zwei Stimmen.

Kurt Lichtensteiger
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Der Vorstand der Elektra Genossenschaft Guntershausen. (Bild: pd)

Der Vorstand der Elektra Genossenschaft Guntershausen. (Bild: pd)

Guntershausen. Peter Ellenberger, pensionierter Elektroingenieur, und Beat Eisenegger, Lokomotivführer, waren an der Generalversammlung wohl das Zünglein an der Waage. Ein schon vor Jahren in Betracht gezogener Übertritt wird nun doch nicht vollzogen. Sie ersetzen den zurückgetretenen Kassier Bernhard Bisang und Beisitzer Arthur Willi, so dass der Genossenschafts-Vorstand wieder vollzählig ist. Diesem gehören für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren zudem an: Samuel Steiner, Präsident, Hans Hasler, Vize, Hans Hollenstein, Aktuar.

Rege Bautätigkeit

Im präsidialen Jahresrückblick wurde die aussergewöhnlich rege Bautätigkeit erwähnt, die auch im nächsten Jahr anhalte und viel Arbeit abverlange. So stünden Hausanschlüsse und das Ersetzen von Kabeln im Gebiet Altkloster an sowie das Mittelspannungskabel zwischen Trafostation Bahnhof und Moosstüdli. Für Gesprächsstoff sorgen naturgemäss die Stromtarife. Man müsse diese auch im Jahr 2011 mit rund 11 Prozent nach oben anpassen, bedauerte Steiner. Zusätzlich würden diese durch die Gebühren wie kostenlose Einspeisevergütung und Systemdienstleistungen sowie die Verwaltung von Swissgrid zusätzlich belastet. Man liege unter dem schweizerischen Durchschnitt. Ein Vergleich zu Aadorf sei infolge unterschiedlicher Tarifstrukturen eher schwierig, doch von relevanten Abweichungen könne kaum die Rede sein.

Wann der Niedertarif gilt

Ein Appell ging an die Strombenützer, doch vermehrt darauf zu achten, wann der Niedertarif gelte. Dies ist von Montag bis Freitag ab abends 20 Uhr bis morgens um 07 Uhr sowie am Samstag ab 13 Uhr und am Sonntag der Fall. Die Beachtung dieser Zeiten enthalte ein spürbares Sparpotenzial.