Der Sprung in die Berufswelt

80 Studierende streckten am Freitag die Fühler aus in Richtung Arbeitswelt. Möglich machte es der Sprungbrett-Event, der ein Einblick in Unternehmen bot.

Evi Biedermann
Drucken
Teilen
Stadler-Personalleiter Christoph Suter spricht mit Studenten. (Bild: Evi Biedermann)

Stadler-Personalleiter Christoph Suter spricht mit Studenten. (Bild: Evi Biedermann)

FRAUENFELD. Herzstück des Sprungbrett Events sind die Workshops, in denen die Studierenden hinter die Kulissen von Thurgauer Unternehmen schauen und erste Kontakte mit einem möglichen Arbeitgeber knüpfen können. Der vor zwölf Jahren von zwei Thurgauer Studenten ins Leben gerufene Anlass findet Anklang bei den Hoch- und Fachschulabsolventen. Er wird jährlich in verschiedenen Kantonen durchgeführt und dort jeweils von rund 100 Studierenden besucht. Im Thurgau kommen die meisten Studierenden von der Winterthurer ZHAW, den Universitäten und Fachhochschulen in Konstanz und St. Gallen. Sie studieren Wirtschafts-, Ingenieur- oder Naturwissenschaften.

«Der Einblick vor Ort vertieft den Gesamteindruck», erklärt Adrian Fischer von «together ag», die den Anlass im Auftrag von Amt für Wirtschaft und Arbeit und Amt für Mittel- und Hochschulen des Kantons Thurgau durchführt. «Es braucht etwas Überwindung, jemanden anzusprechen», sagt Mario Schreiber im dichten Gedränge lachend. Der angehende Wirtschaftsingenieur der ZHAW ist mit seinem Studienkollegen an den Talent-Apéro gekommen. «Was wir bis jetzt gesehen und gehört haben, hat uns beeindruckt», sagen sie.

Vom Sprungbrett-Event profitieren alle Beteiligten. «Ich kann einen Bewerber besser beurteilen, wenn später sein Dossier vor mir liegt», sagt Christoph Suter, Personalleiter bei Stadler Rail. Das freut auch den Kanton, der bestrebt ist, die Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Leuten zu reduzieren. «Wir brauchen unsere Fachkräfte», sagt Marcel Räpple, Leiter der Wirtschaftsförderung Thurgau.